Diebesbande auf frischer Tat ertappt

(Symbolbild)
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Ingelfingen. (ots) Bereits seit mehreren Wochen dauerte eine Serie von Zigarettenautomatenaufbrüchen im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn an. Eine Besonderheit bei den Taten war die durchgängig identische Vorgehensweise. Die Ermittler des Arbeitsbereichs für Seriendelikte bei der Kriminalpolizei Heilbronn nahmen sich der zunächst unbekannten Tatverdächtigen an.

Mit einem eigens hierfür erstellten Fahndungskonzept gelang es einer Streife des Polizeireviers Künzelsau am frühen Dienstagmorgen, gegen 2.30 Uhr, zwei Tatverdächtige auf frischer Tat in Ingelfingen festzunehmen. Einer der Verdächtigen wurde noch am Zigarettenautomaten in der Uhlandstraße festgenommen, sein Komplize flüchtete zunächst beim Erkennen der Polizei.

Zur Fahndung nach ihm wurde ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Gegen 3.45 Uhr konnte die Hubschrauberbesatzung den Flüchtenden auf einem Parkplatz zwischen der Uhlandstraße und „Am Breter“ erkennen. Er konnte daraufhin durch weitere Polizeikräfte ebenfalls festgenommen werden. Wie sich herausstellte, war ein weiterer Automat in der Bühlhofer Straße auch aufgebrochen worden. In der Nähe zu den Tatorten wurde zudem das von den Tatverdächtigen genutzte Fahrzeug aufgefunden und sichergestellt. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei den Festgenommenen um einen minderjährigen Schüler aus Nordrhein-Westfalen sowie einen derzeit wohnsitzlosen jungen Erwachsenen der auch aus Nordrhein-Westfalen stammt. Beide wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Zweigstelle Schwäbisch Hall, am Mittwochnachmittag dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Schwäbisch Hall vorgeführt. Der Haftbefehl gegen den älteren Beschuldigten wurde in Vollzug gesetzt. Sein minderjähriger Komplize, wurde gegen strenge Meldeauflagen nach Hause entlassen.

Seit November 2019 ermittelt die Kripo nun in mehr als 20 Fällen von Automatenaufbrüchen im Landkreis Heilbronn und im Hohenlohekreis. Es besteht der hinreichende Verdacht, dass die beiden Festgenommenen auch für diese Taten, mit dem gleichen Modus Operandi, in Frage kommen. Hierbei entstand bislang ein Gesamtschaden von über 16.000 Euro.

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