Alte Handys als Rohstoffquelle

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(Grafik: pm)

MdB Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis 90/Grüne) startet Handy-Sammelaktion

Mosbach.  (pm) Ab sofort startet MdB Charlotte Schneidewind-Hartnagel in ihrem Abgeordneten-Büro in Mosbach (Regionalbüro Neckar-Odenwald, Gartenweg 10, 74821 Mosbach) eine Sammelaktion für alte Handys.
„Neue Handys sind als „Must-Haves“ zu einem Symbol unserer Wegwerfgesellschaft geworden – etwa 22 Millionen neue Geräte wandern jedes Jahr über die Ladentheke und werden meist nur zwei bis drei Jahre genutzt. Dabei sind mit der Produktion ein enormer Ressourcenverbrauch und hohe CO2-Emissionen verbunden.“

Es sei daher von enormer Bedeutung, dass Handys möglichst lange verwendet werden bzw. die verwendeten Materialien den Weg in die Kreislaufwirtschaft finden, führt die Politikerin weiter aus. Allein in deutschen Haushalten werden 124 Millionen ungenutzte, veraltete Handys liegen ungenutzt in deutschen Haushalten, obwohl die Geräte wiederverwendet oder recycelt werden können. Mit der Weiterverwertung könne man bis zu 7 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen, weiß Schneidewind-Hartnagel. Wichtige Rohstoffe wie Kupfer, Gold, Silber, Palladium, Lithium oder Kobalt gehen darüber hinaus verloren, bedauert die grüne Bundestagsabgeordnete in ihrem Aufruf.

Von hohen Sammelquoten für alte Elektrogeräte sei man in Deutschland noch immer meilenweit entfernt. Man verfehle das europäische Sammelziel von 65 Prozent deutlich. Gerade mal 45 Prozent der Altgeräte werden zurückgenommen.

„Deshalb beteilige ich mich an der Handy-Sammelaktion der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Bis zum 28. Februar 2020 können alte Handys und Smartphones in eine Sammelbox geworfen werden, die in meinen Regionalbüro in Mosbach steht, geworfen werden“, ruft Schneidewind-Hartnagel auf.

Die Daten werden vom DUH-Kooperationspartner Mobile-Box fachgerecht gelöscht und die Handys für eine weitere Nutzung aufbereitet oder hochwertig recycelt. Mit der Sammelaktion will die Grüne auch darauf aufmerksam machen, dass die Bundesregierung mehr tun muss, um kostbare Ressourcen zu schonen.

Stattdessen kämen immer mehr Elektrogeräte in Umlauf, die vielfach nicht repariert werden können, weshalb sie nach unverhältnismäßig kurzer Nutzungsdauer als Elektroschrott enden. „Um diesen Elektroschrott von vorneherein zu vermeiden, brauchen wir ein Recht auf Reparatur und klare Design-Vorgaben. Neue Geräte müssen so gestaltet sein, dass sie langlebig, reparierbar und recyclingfähig sind“, endet der Aufruf der Politikerin.

Als besonders wichtige Grundlage für Wiederverwendung und hochwertiges Recycling muss die Bundesregierung ein funktionierendes und lückenloses Rücknahmesystem schaffen.“

**Abgabestelle: ** Grünes Büro Mosbach, Gartenweg 10, 74821 Mosbach (Öffnungszeiten: mittwochs 9-13 Uhr, donnerstags 17.30 – 19.00 Uhr und freitags 14.00 – 17.00 Uhr)

####Infos im Internet:
www.handysfuerdieumwelt.de

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