ASG: „Keine Schließung der Geburtshilfe!“

(Symbolbild – Pixabay)

Herbert Weisbrod-Frey: „Privatisierung ist keine Lösung.“

Mosbach.  (pm) Eine gute und wohnortnahe Versorgung für die Bevölkerung müsse originäre Aufgabe des Landkreises bleiben, weshalb der Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Baden-Württemberg, Herbert Weisbrod-Frey, die geplante Schließung der Geburtshilfe in Mosbach und weitere Privatisierungspläne bei den Neckar-Odenwald-Kliniken kritisiert. „Wir haben kein Verständnis dafür, dass Frauen überlange Fahrwege zugemutet werden, nur um das Defizit zu verringern“, betont Weisbrod-Frey. Er verwies darauf, dass die Geburtshilfe eines Krankenhauses nicht ohne Grund zur Basisversorgung einer Klinik zähle. Daher habe der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im Falle langer Fahrzeiten zu Geburtshilfestationen in einer Richtlinie Sicherstellungszuschläge vorgesehen. Damit soll die flächendeckende Versorgung in der Geburtshilfe garantiert werden.

Der Kreistag sei jetzt gefordert, alle Möglichkeiten zu nutzen, um auch künftig eine gute Krankenhausversorgung für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung zu stellen und Defizite auszugleichen, wenn sie sich nicht vermeiden lassen, so Herbert Weisbrod-Frey. „Privatisierungen sind keine Lösung,“ betonte der ASG-Landesvorsitzende. Sie seien fast immer zu Lasten der Patienten und der Beschäftigten gegangen.

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