Caritas-Laden dankt Spendern

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 Als eine von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen überbringt Frau Carolin Boars-Schweitzer die Maskenspenden an Jürgen Göhlich vom Caritas Laden in Adelsheim. (Foto: pm)

Zeichen für gelebte Solidarität

Adelsheim.  (pm) Vor knapp zwei Wochen wurde bekannt, dass ab Montag den 27. April 2020 das Tragen von sogenannten Alltagsmasken zur Pflicht wird. Seitdem hat Adelsheim eine beispiellose Bereitschaft zum Nähen solcher Masken in der Bevölkerung erlebt. Viele Näherinnen und Näher haben dazu beigetragen, dass Alltagsmasken inzwischen überall verfügbar sind.

Am Montag erreichte die Verwaltung die Nachricht, dass eine Näherin 32 Masken gefertigt hat und diese bedürftigen Menschen unentgeltlich zur Verfügung stellen möchte. Über die Nachbarschaftshilfe wurden diese Masken an den Caritas-Laden in Adelsheim geleitet.

Anlässlich der „Masken-Spende“ besuchte Bürgermeister Wolfram Bernhardt den Laden in der Lachenstraße in Adelsheim. Jürgen Göhlich, der den Caritas-Laden verwaltet, führte ihn durch die Räumlichkeiten und informierte über die aktuelle Situation vor Ort.

Im Jahr 2008 wurde der Laden gegründet, um Bedürftigen die Möglichkeit zu geben, sich kostengünstig mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Zum Einkauf berechtigt sind nur Inhaber eines Berechtigungsscheins. Täglich kommen zwischen 15 und 30 Personen aus Adelsheim und den umliegenden Kommunen. Neben dem Einkauf ist immer auch Zeit für ein nettes Gespräch, wie Göhlich berichtete.

Doch vor vier Wochen wurden die Lebensmittel im Caritas-Laden knapp. Als die Hamsterkäufe dazu führten, dass sich die Regale in den Supermärkten leerten, erreichten immer weniger Lebensmittel den Tafelladen. Zu diesem Zeitpunkt machte Jasmin Scheuermann die Stadtverwaltung auf den Caritas-Laden aufmerksam. Die Stadt wandte sich daraufhin mit einem Spendenaufruf an die Bürger.

Dank der großen Resonanz konnten in den letzten vier Wochen über 40 private Spenden aus allen Ortsteilen eingesammelt werden. Über diese Spenden freute sich das gesamte Team des Caritas-Ladens. Den Besuch des Bürgermeisters nutzen die Helfer, um sich stellvertretend für alle Spenden zu bedanken.

H. Zimmermann, Bezirksleiter der Caritas Buchen merkte ferne an: „Wir bekommen von den Supermärkten überwiegend  verderbliche Lebensmittel also Obst und Gemüse, das wir zunächst sortieren müssen, damit verdorbene Waren nicht in den Verkauf gelangen. Ab und zu erhalten wir auch Milchprodukte. Konserven, Nudeln oder Reis werden so gut wie nie gespendet“, bedauert Zimmermann. Das sei auch schon vor Corona so gewesen. Deshalb hätten die Spenden mehr Auswahl in die Läden gebracht und seien eine super Bereicherung.
 
Auch wenn die Regale inzwischen wieder gut gefüllt sind, ist künftig jede weitere Spende willkommen – geht die Spende doch über den materiellen Wert hinaus und ist ein Zeichen für gelebte Solidarität.
 

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1 Kommentar

  1. Solche Läden gehören sofort geschlossen.

    Menschen die dort „einkaufen“ sollten das Steuergeld, das ihnen durch staatliche Transferleistungen Monat für Monat ohne Gegenleistung aufs Konto fließt, auch für Lebensmittel einkaufen. So sparen sie pro Monat mehrere Hundert Euro, die eigentlich für Lebensmittel gedacht sind. Häufig fließt das so gesparte Geld in Suchtmittel. Wer sparsam einkauft, Priese vergleicht, kann regulär einkaufen. Das Geld in Form von Hartz 4 oder Grundsicherung oder Rente, sollte daher auch zweckentsprechend ausgegeben werden. Nicht für Zigaretten und Alkohol.

    Außerdem sparen die Supermärkte, die ihren Müll in Tafelläden verkaufen lassen, sehr viel Geld, da deren Müllaufkommen deutlich reduziert wird.

    Und ein paar Gutmenschen spielen dieses Spiel noch mit, fördern dadurch die Sucht vieler ihrer Kunden und sorgen für Gewinnmaximierung bei den Discountern.

    Es wird keiner verhungern, wenn alle Abfallläden geschlossen werden. Im Gegenteil, die Ernährung wird viel bewusster, da Essen plötzlich Geld kostet.

    Daher macht zu. Die einzigen, denen ihr vielleicht Gutes tut, seid ihr Helferinnen und Helfer. Ihr könnt euch gut fühlen, weil ihr geholfen habt. Dabei tragt ihr einen Mitschuld, wenn Menschen überhaupt nicht mehr den Ausweg aus dem Sozialsystem findet und nachfolgende Sucht-Generationen produziert werden.

    Stefan

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