Flurneuordnung geht voran

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(Foto: Liane Merkle
Scheidental.  (lm)  Im Rahmen einer nachhaltigen Strukturentwicklung ist die Flurneuordnung ein Bodenneuordnungsverfahren zu einer ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume. Für diese Zwecke stellt das Land Baden-Württemberg für diverse Ausführungskosten auf Antrag erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung, wie jüngst durch Minister Peter Hauk im Mudauer Rathaus zugunsten der Scheidentaler Flurneuordnung geschehen.

Bei der Flurneuordnung soll ein zersplitterter Grundbesitz zusammengelegt, neue Grundstücke wirtschaftlich geformt und ein leistungsfähiges Wegenetz erstellt werden, so Ortsvorsteher Klaus Schork und Katharina Fertig vom Mudauer Bauamt bei einem Sachstandsbericht. Auf Initiative des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) Mudau und des Vereins Örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach wurde der Dorfbrunnwn in die „Kulturhistorische Gemeinderunde“ und in die Flurneuordnung aufgenommen.

Der Brunnen mit Waschplatz und Viehtränke liegt am Oberlauf der Elz im Bereich des Brunnenweges, der gerade komplett saniert wird, betont Klaus Schork. Die Quelle und den Zulauf des Brunnens nutzten bereits die Römer für ihr Bad. Da die Wasserqualität im 19. Jahrhundert immer schlechter wurde, diente er nur noch bis 1912 der Wasserversorgung für Mensch und Tier. Die Brunnenüberläufe wurden meist einem sehr ausgeklügelten Kanal- und Grabensystem zugeführt und zur Bewässerung von Wiesen genutzt. Im Brandfall dienten die Brunnen auch der Löschwasserversorgung. Noch heute nutzen Scheidentaler das Brunnenwasser für die Gartenbewässerung. Auch Landwirte füllen Wassertanks für die Beweidung.

„Aufgrund der Historie und Bedeutung des Brunnens war es lange ein Anliegen des Scheidentaler Ortschaftsrates, die Anlage aus ihrem „Dornröschenschlaf“ zu wecken.“ Im Rahmen des laufenden Flurneuordnungsverfahrens mit Beschlüssen aus den Jahren 2009/2010 und fortlaufend, war es mit Kostenbeteiligung der Gemeinde möglich, Brunnen mit Waschplatz zusammen mit der Firma Schweikert aus Oberkessach wieder instand zu setzen.

Eine nicht weniger bedeutende Instandsetzung erfolgt im gleichen Zuge unter gleicher Beteiligung am Fußweg beim ehemaligen Schul- und Rathaus, damit die Verkehrssicherheit für die Benutzer wieder gegeben ist. Diese fußläufige Verbindung dient sowohl den Besuchern der Kirche als auch den im Rathaus stattfindenden Sitzungen und Versammlungen. Dabei wird aktuell nicht nur der eigentliche Fußweg mit ca. 40 laufenden Metern ganz neu hergestellt, sondern auch der Rathausvorplatz mit ca. 20 laufenden Metern und angrenzender Mauer. Außerdem wird noch zusammen mit der Kath. Kirchengemeinde die Beleuchtung im Bereich des Treppenaufganges zur Kirche verbessert, betonte der Ortsvorsteher.

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