Schlegel wird Vorsitzende und Kandidatin

Unterstützen Sie NOKZEIT!

_ Mit der neuen Co-Kreisvorsitzenden Dr. Dorothee Schlegel gehen die Genossen aus der Region in die Landtagswahl 2021. Ob die Bewerberin das Mandat verteidigen kann wird allerdings von namhaften Genossen bezweifelt, hat sich doch 2017 ihr Bundestagsmandat verloren. (Foto: pm)_

Mosbach.  Bei der Versammlung des SPD Neckar-Odenwald in der Alten Mälzerei wählten die Sozialdemokraten gestern die ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel (79 Stimmen) zur Nachfolgerin des scheidenden Kreisvorsitzenden Jürgen Graner, der nach 18 Jahren nicht mehr angetreten war. Nach einer zuvor beschlossenen Satzungsänderung wird Schlegel den Kreisverband künftig als Co-Vorsitzende mit dem Ravensteiner Stadtrat und Vorsitzenden des Ortsvereins Bauland, Michael Deuser (81 Stimmen).

Da der langjährige Landtagsabgeordnete Georg Nelius ebenfalls erklärt hatte, im nächsten Jahr nicht mehr zu kandidieren (NZ berichtete), mussten die Genossen einen neuen Bewerber um die Landtagskandidatur wählen.

Als Kandidierende für die Landtagswahl haben sich Marc Baumhardt (Elztal), Frank Heuß (Neckarelz) und Dr. Dorothee Schlegel (Billigheim) vorgestellt. Die Mitglieder wählten Dr. Dorothee Schlegel (77 Stimmen) zur Landtagskandidatin, die Heuß (17) und Baumhardt (1) hinter sich ließ. Als Zweitkandidat machte der Leon Köpfle (Osterburken) das Rennen.

Zahlreiche SPD-Mitglieder bezweifeln gegenüber NOKZEIT, dass Schlegel die großen Spuren ihrer namhaften Vorgänger Gerd Teßmer, Karl-Heinz Jospeh und Georg Nelius ausfüllen und die erfolgreiche Arbeit der Sozialdemokraten aus dem Neckar-Odenwald-Kreis fortsetzen kann, habe sie doch schon das Bundestagsmandat verloren.

Zur  Vorgehensweise des Schlegel-Lagers gingen bei NOKZEIT  Hinweise ein,  wonach im Vorfeld eine „graue Eminenz“ pro Schlegel Einfluss genommen haben soll. Dadurch sei der Wahlausgang bereits vor der Abstimmung klar gewesen.

Darüber hinaus wurde dahingehend Kritik geäußert, dass zu wenig Vorstellungsrunden in den Ortsvereinen stattgefunden hätten. So sei ein Termin im Bauland zunächst angesetzt und dann abgesagt worden, bedauert auch der unterlegenen Kandidat Frank Heuß auf seiner Homepage.  Dies hätte zum einen mehr Diskussionen, aber auch „mehr gelebte Demokratie und Wettbewerb bedeutet.“

Ob die SPD Neckar-Odenwald weiter im Landtag Baden-Württemberg vertreten sein wird, entscheiden die Wähler am 14.  März 2021.

Artikel teilen:

Werbung

Zum Weiterlesen:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen