Paten für Blumenwiesen gesucht

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(Symbolbild – Pixabay)
Eberbach.  (pm) Seit dem Jahr 2018 wirkt das landesweite Projekt „Blühender Naturpark“ aktiv dem Verlust der Artenvielfalt entgegen. In diesem Jahr konnten bereits über 110 Wildblumenwiesen aus den letzten zwei Jahren bestaunt werden. Hierbei unterstützen auch die bereits geschlossenen Blumenwiesenpatenschaften.

In diesem Jahr können sich auch wieder Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen am Projekt beteiligen, die keine eigene Fläche für eine Wildblumenwiese haben. Sie können ganz einfach Blumenwiesenpate werden.

Aber was bedeutet eine Blumenwiesenpatenschaft? „Als Blumenwiesenpate kann man das Projekt finanziell unterstützen und so den Naturpark zum Blühen bringen“, erklärt Michaela Kahl, Projektleiterin im Naturpark Neckartal-Odenwald. Die Einnahmen fließen komplett in das Projekt „Blühender Naturpark“ und unterstützen dabei, weitere Wildblumenwiesen im gesamten Naturpark-Gebiet einzusäen. Damit wird aktiv geholfen, die Biodiversität in der Naturpark-Region zu steigern und den Insekten ein vielfältiges Blühangebot zu bieten.

Als Dankeschön bekommt jeder Pate eine Urkunde und ein Präsent aus dem Naturpark Neckartal-Odenwald. Die Patenschaft richtet sich sowohl an Einzelpersonen und Familien, aber auch an Unternehmen aus der Region.

Hintergrundinformationen zum Insektensterben:

Der Rückgang der Insekten ist in Deutschland ein allgegenwärtiges Thema, sowohl in der Wissenschaft als auch in der Öffentlichkeit. Eine Studie vom Oktober 2017 belegt, dass der Bestand an Fluginsekten in Deutschland in den letzten 27 Jahren um mehr als 76 Prozent zurückgegangen ist. „Es ist wirklich bemerkenswert, wie vielfältig die Tiergruppe der Insekten ist und wie wenig Beachtung sie bis vor kürzester Zeit bekam“, so die für das landesweite Projekt tätige Biologin Julia Mack. Dabei ist inzwischen das Bewusstsein für die überlebenswichtige Funktion der Insekten bei den Meisten gewachsen.

Insekten sind für das Gleichgewicht der Ökosysteme unentbehrlich und bilden eine wichtige Basis vieler Nahrungsketten. Ohne die Bestäubung vieler Pflanzen durch Insekten, würde ein Großteil unserer Nahrungsmittel fehlen. In Deutschland gibt es 564 Arten von Bienen, die Honigbiene ist nur eine davon. Alles andere sind Wildbienen, darunter 32 Hummelarten. Über die Hälfte zählt zu den gefährdeten Arten. 147 Arten ernähren sich von einer einzigen Blütenart.

Das Projekt „Blühende Naturparke“

Im Rahmen einer landesweiten Kampagne dürfen die sieben Naturparke Baden-Württembergs aufblühen. Mit lokalen Akteuren werden in allen Naturparken Flächen mit standortangepassten, regionalen und mehrjährigen Wildblumensamen eingesät. Neben Kommunen und Landkreisen können sich auch Unternehmen und Privatpersonen im Naturpark Neckartal-Odenwald zu Teilnahmemöglichkeiten informieren. Das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt des Landes Baden-Württemberg unterstützt das Projekt.
Ursachen des Insektenrückgangs werden in den Medien und der Wissenschaft viel diskutiert. Ein durch den Klimawandel schwindender Lebensraum, abnehmende Pflanzenvielfalt auf unseren Wiesen und Insektizide gelten als die Hauptgründe.
Mehr Informationen:

Infos im Internet:

www.bluehende-naturparke.de

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