Schutzschirm für Service GmbH der Kliniken

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Corona verursacht Umsatzrückgang – Keine Auswirkung auf Klinikbetrieb – Personalabbau möglich

Mosbach.  (pm) Für die Neckar-Odenwald-Kliniken Service GmbH wurde am vergangenen Mittwoch ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beim Amtsgericht Mosbach beantragt.

Das Unternehmen, eine Tochtergesellschaft der Kliniken, ist für die Essenszubereitung sowie die Bereiche Haustechnik und Reinigung an den Klinikstandorten in Mosbach und Buchen zuständig. Der Schritt ist notwendig geworden, da die Service GmbH aufgrund der Corona-Pandemie mit erheblichen Umsatzrückgängen zu kämpfen hat.

„Die Patientenzahlen sind in den vergangenen Monaten, unter anderem wegen des Freihaltens von Klinikbetten für mögliche Coronafälle und dem Verschieben elektiver Eingriffe, stark zurückgegangen. Dadurch wurden deutlich weniger Mahlzeiten benötigt“, erklärt Frank Hehn, Geschäftsführer der Neckar-Odenwald-Kliniken. „Auch die Schließung der für die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Mosbach betriebenen Mensa nach der Einstellung des Präsenzbetriebs hat die Umsätze drastisch einbrechen lassen.“

Die Einleitung des Schutzschirmverfahrens ermöglicht nun eine Sanierung und einen Umbau der Service GmbH in Eigenregie. Deren grundsätzliche Aufgaben, die Essenszubereitung für Patienten und Mitarbeiter sowie Reinigung und Haustechnik, würden aber selbstverständlich nach wie vor an den beiden Klinikstandorten in Mosbach und Buchen benötigt, so Hehn.

„Die Kliniken selbst sind von diesem Verfahren in keiner Weise betroffen. Für den Klinikbetrieb und die Versorgung der Patienten hat dieser Schritt somit keine Auswirkungen“, betont Hehn. Im Rahmen des Schutzschirmverfahrens sollen nun Möglichkeiten geprüft werden, wie die Erbringung der Leistungen auch künftig wirtschaftlich umsetzbar ist. Eine Reduzierung des Personals soll dabei möglichst vermieden werden. Da man aber am Beginn des Sanierungsprozesses steht, kann die Geschäftsführung keine abschließende Aussage hierzu treffen. Auch ist derzeit nicht absehbar, ob und wann man die beliebte und nicht nur von den DHBW-Studenten gut nachgefragte Mensa wiedereröffnen kann. Die Mitarbeiter der Service GmbH wurden am Freitag an beiden Standorten in Mitarbeiterversammlungen zu dem Schutzschirmverfahren informiert.

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