Feuerwehr Schlierstadt blickt zurück

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(Foto: Tobias Münch)

Nachwuchs gibt Perspektive

 
Schlierstadt.  (tm) Zur Feuerwehr gehört neben den regelmäßigen Übungen und der ständigen Einsatzbereitschaft auch das gesellige Miteinander. In der Jahreshauptversammlung vergangene Woche blickte die Feuerwehr Schlierstadt auf das Jahr 2019 zurück. Während man im damaligen Sommer noch gemeinsam einen geselligen Kameradschaftsausflug unternehmen konnte, beeinträchtigt Corona nun auch den Übungsbetrieb und die Geselligkeit im Feuerwehrwesen. Eingangs begrüßte Abteilungskommandant Jens Schmidt in besonderer Weise Bürgermeister Jürgen Galm, Ortsvorsteher Jürgen Breitinger, Stadtkommandant Peter Schmitt sowie Ehrenkommandant Rudi Heffner. Nach dem Totengedenken ließen Schriftführer Gerhard Schaffner und Abteilungskommandant Jens Schmidt das abgelaufene Jahr Revue passieren. 
 
Insgesamt könne man derzeit auf 23 aktive Mitglieder zurückgreifen, die Tagesstärke von zwei Mann sei zwar überschaubar aber gerade bei kleineren Einsätzen durchaus hilfreich, fasste Abteilungskommandant Schmidt zusammen. Zusätzlich umfasse die Alterswehr 10 Kameraden und die Kids-Feuerwehr knapp 20 Kinder. Insgesamt war die Schlierstadter Abteilungswehr im abgelaufenen Jahr neun Mal im Einsatz. Davon waren zwei Kleineinsätze, zwei technische Hilfeleistungen, ein Brandeinsatz sowie vier sonstige Einsätze darunter das Absperren bei kirchlichen Prozessionen und beim Martinszug des Kindergartens. Erfreulicherweise konnte man bei den auf das Jahr verteilten 12 praktischen und zwei theoretischen Übungen  immer auf eine starke und disziplinierte Übungstruppe zurückgreifen, lobt Schmidt. Eine besondere Bereicherung seien dabei die beiden praktischen Übungen mit den anderen Abteilungen aus dem Stadtgebiet und der Helfer-vor-Ort-Gruppe (HVO) aus Osterburken.
 
Auch was den Besuch von Lehrgängen und den Ausbildungsstand der Feuerwehrmänner im Stadtteil Schlierstadt betrifft könne man laut Schmidt zufrieden sein. Im vergangenen Jahr hatten erneut einige Kameraden an Lehrgängen wie den zum Maschinisten, zur Brandbekämpfung unter Atemschutz oder an der Ausbildung im Umgang mit der Motorsäge teilgenommen. Besonders stolz könne man in Schlierstadt auf den Nachwuchs sein. Im vergangenen Jahr habe man mit den 14 Jungen und fünf Mädchen sieben spielerische Feuerwehrübungen abgehalten. Diese Nachwuchsarbeit mache großen Spaß und man erhoffe sich daraus, möglichst viele Kinder für den späteren Feuerwehrdienst gewinnen zu können, berichtet Jugendleiter Kevin Putz.
 
Mittlerweile zum festen Bestandteil des Jahresprogramms sei die Faschingsparty und das Besenwochenende im Feuerwehrhaus, was von der Bevölkerung sehr gut angenommen werde. Für besondere Geselligkeit sorgte im Jahr 2019 die mit einer Schifffahrt und einem Abschlussessen verbundene Brauereibesichtigung bei Faust in Miltenberg. 
 
Nach den Dankesworten von Abteilungskommandant Jens Schmidt überbrachte Ortsvorsteher Jürgen Breitinger die Grüße des Ortschaftsrats und bedankte sich vor der anschließenden Entlastung der Vorstandschaft bei den Feuerwehrmännern für die über das Jahr hinweg souverän geleistete Arbeit. Man könne auf eine solch gut funktionierende und verlässliche Feuerwehr stolz sein, so Breitinger. 
 
Die anschließenden Wahlen brachten eine Verjüngung der Vorstandschaft. So übernimmt künftig Nico Schreier das Amt des Schriftführers, welches Gerhard Schaffner nach 15 jähriger Tätigkeit abgibt. Im Amt bestätigt wurden als Kassier Georg Schmidt sowie die beiden Kassenprüfer Arno Sebert sowie Rico Schreiber. Nach dem Ausscheiden der langjährigen Mitglieder Johann Wallmann und Christian Wallmann werden neben Rainer Niegel künftig Tobias Münch und Daniel Süssenbach im Feuerwehrausschuss aktiv sein. Unter dem Punkt Ehrungen wurde Kevin Putz für 15 jährige Tätigkeit im Feuerwehrdienst geehrt.
 
Die anschließenden Grußworte von Bürgermeister Jürgern Galm und Stadtkommandant Peter Schmitt bezogen sich auf die aktuellen Herausforderungen durch die Coronakrise und die Struktur innerhalb der Feuerwehr. Dabei herrscht Einigkeit: Die dezentralen Strukturen, wie man sie seitens des Gemeinderats und der Verwaltung fördere, bringe zwar durch die Unterhaltung und Unterbringung finanzielle Herausforderungen mit sich, erweise sich aber im derzeitigen Krisenfall als goldrichtig, eine schlagkräftige Feuerwehr vor Ort bereitstellen zu können.
 
Unter dem Punkt Verschiedenes berichtete Jens Schmidt abschließend, dass der neue Mannschaftstransportwagen kurz vor der Fertigstellung stehe und man bald schon darauf zurückgreifen könne. Inzwischen sei für das Fahrzeug auf der Nachbarschaft auch eine vorübergehende Unterbringung gefunden. Ebenfalls wurde über das Thema Alarmierung im Katastrophenfall informiert und diskutiert.

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