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(Foto: pm)

Der Neckar-Odenwald-Kreis schneidet bei einer Studie des „Handelsblatts“ hervorragend ab

 
Neckar-Odenwald-Kreis.  (pm) Immer wieder geistern die unterschiedlichsten Rankings durch die Presse. Doch wo die Menschen (angeblich) am glücklichsten oder am zufriedensten sind, hängt letztlich eben doch sehr stark von subjektiven Maßstäben ab. Jetzt gibt es demgegenüber aber zum ersten Mal seit langem wieder eine Studie, die sich ausschließlich auf harte und deshalb objektiv nachprüfbare Fakten stützt.

Dabei hat Deutschlands führende Wirtschaftszeitung Handelsblatt bundesweit einfach zwei Kennziffern miteinander verglichen: Wie hoch liegt das durchschnittliche Nettogehalt in einem bestimmten Landkreis und wie hoch sind dort die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten? Die Differenz zwischen beiden Zahlen ist das Geld, das anschließend zum Leben bleibt.

Die Ergebnisse sind in der Tat verblüffend. Hippe Boomregionen schneiden dort nämlich total schlecht ab. München beispielsweise landet auf Platz 392 von 401. Für Landrat Dr. Achim Brötel ist dieses Ergebnis bei näherem Hinsehen aber gar nicht so überraschend: „Sicher, die Menschen verdienen dort wesentlich mehr Geld als bei uns, aber das Leben ist dafür auch noch einmal um ein Mehrfaches teurer. Unter dem Strich bleibt deshalb so gut wie nichts übrig. Oder mit anderen Worten: München oder andere potenzielle Sehnsuchtsorte muss man sich leisten können. Im Zweifel legt man dabei sogar noch drauf“.
 
Ganz anders hingegen der Neckar-Odenwald-Kreis, der in Baden-Württemberg auf Platz 8 von 44 Stadt- und Landkreisen und bundesweit auf einen sehr beachtlichen Platz 69 von insgesamt 401 Regionen kommt. „Wir sind damit“, so Brötel, „eine Region, in der die Menschen ein überdurchschnittlich hohes Resteinkommen zum Leben haben“. Das decke sich zwar nicht unbedingt mit der allgemeinen Wahrnehmung vor Ort, sei objektiv aber klar herleitbar. Zwar sei das Einkommensniveau bei uns nur unterdurchschnittlich. Dafür seien aber auch die Lebenshaltungskosten besonders gering. „Unter dem Strich bleibt deshalb bei uns eindeutig mehr übrig“.
 
Das Handelsblatt hatte Lebenshaltungskosten wie Miete, Nahrung, Mobilität und Freizeitaktivitäten mit dem Durchschnittsgehalt im Kreis verglichen. Im Schnitt bleiben bei den Einwohnern des Neckar-Odenwald-Kreises 12.181 Euro pro Jahr auf dem Konto. Als überdurchschnittlich wird nach der Studie bereits ein verbleibendes Einkommen von mehr als 10.581 Euro pro Jahr angesehen.
 
Für Landrat Dr. Achim Brötel ist das ein klares Signal für die Stärken des Ländlichen Raums. „Vergleichsweise niedrige Immobilienpreise und Mieten, attraktive Arbeitgeber und ein beispielhafter Glasfaserausbau zur Ermöglichung von Homeoffice-Lösungen – alles das sind Pluspunkte, die bei uns zu Buche schlagen“. Ganz allgemein würde er sich deshalb, so Brötel, aber auch wünschen, dass wir alle wieder einen anderen Blick auf unsere Heimat und ihre objektiven Vorzüge bekommen. Die größte Geißel der Menschheit sei die permanente Unzufriedenheit mit dem, was man hat. Die objektiven Fakten sprächen oft aber eine ganz andere Sprache: „Mehr frei verfügbares Einkommen – und das in einer wunderbaren Naturlandschaft, einem noch weitgehend intakten sozialen Gefüge, mit einem beispielhaften ehrenamtlichen Engagement, vielfältigen Freizeitangeboten, guten Betreuungsstrukturen in den Gemeinden, einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung sowie zukunftsorientierten Mobilitätskonzepten und mit ganz vielen wirklich tollen Menschen. Ich selbst möchte jedenfalls nirgends anders leben als hier“. Brötel lässt deshalb auch keinen Zweifel an seinem Wunsch, dass noch sehr viel mehr Menschen genau diese Botschaft gemeinsam verinnerlichen sollten. Manchmal brauche es eben einfach eines Blicks von außen, um Dinge zu erkennen, die man sonst gar nicht wahrnimmt.

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