Wolf von Fotofalle geknipst

(Foto: pm)

Wildtierbeauftragter sucht Hinweise

 
Mudau.  (pm) Am 19. Januar konnte mittels einer Wildkamera ein weiterer sicherer Wolfsnachweis im badischen Odenwald bestätigt werden. Jetzt hat das Landratsamt auch die Aufnahme des Wolfs veröffentlicht, der in der Gemarkung Mudau von einer Wildtierkamera aufgenommen worden war. Um welches Tier es sich dabei handelt, ist weiterhin ungewiss. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass es sich um den Wolfrüden GW1832m handelt, der bereits im vergangenen Jahr in der Region nachgewiesen wurde.
 
Der Wolf scheint sich nun schon seit einigen Monaten im Dreiländereck von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen wohlzufühlen. Um jedoch offiziell zur „Förderkulisse Wolfsprävention“ ernannt zu werden, was finanzielle Vorteile für Landwirte und Nutztierhalter bedeuten würde, bedarf es eines weiteren genetischen Nachweises des Individuums. Hierzu ist der Wildtierbeauftragte des Neckar-Odenwald-Kreises und die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg auf Meldungen der Bevölkerung angewiesen. Aufgrund der heimlichen Lebensweise der Wölfe erfolgen Nachweise überwiegend anhand von Spuren oder Zufallssichtungen. Genetische Proben können zum Beispiel über aufgefunden Kot, Speichelproben an gerissenen Tieren oder auch Haaren des Wolfes getätigt werden.
 
„Jegliche Hinweise sind für uns eine unverzichtbare Hilfe. Mehrere Einzelmeldungen können ein Gesamtbild ergeben. In den letzten Wochen haben wir glücklicherweise, vermutlich auch witterungsbedingt durch den Schnee, viele Meldungen zu unserem Wolf erhalten. Dafür sind wir auch sehr dankbar“, so der Wildtierbeauftragte des Neckar-Odenwald-Kreises, Tobias Kuhlmann. Ein aktueller genetischer Nachweis konnte aber unter diesen Meldungen noch nicht geführt werden.
 
Eventuelle Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf und dienliche Hinweise sollten umgehend dem zuständigen Wildtierbeauftragten des Neckar-Odenwald-Kreises per Telefon 06261/84-1735 oder per Mail [email protected] gemeldet werden.

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