Mudau produziert Energieüberschuss

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Im Baugebiet Fasanenweg soll Donebach weiter wachsen. (Foto: Liane Merkle)

Gemeindliches Gebäudemanagement macht sich bezahlt – Gemeinderat gedachte Günter Schüßler

Mudau.  (lm) Bevor man in die Tagesordnung einstieg, bat Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger um eine Trauerminute für Günter Schüßler, der im Alter von 64 Jahren verstorben ist. Er war 28 Jahre Abteilungskommandant in seinem Heimatort und später Ehrenkommandant, Initiator der Feuerwehrgarage in Mörschenhardt und die Seele seiner Feuerwehrabteilung. Der Bürgermeister bestätigte: „Wir wollen ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.“

Anhand erfreulicher Zahlen im Bereich von Energieeinspeisung und Stromverbrauch wurde im Rahmen der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates in der Odenwaldhalle deutlich, dass man im direkten Vergleich mit anderen Gemeinden in Baden-Württemberg deutlich über dem Durchschnitt liegt. Die Netze BW ist der Stromversorger der Gemeinde Mudau, und Werner Ries als Vertreter der Netze BW stellte die Zahlen des „Energiemonitors“ für das Jahr 2020 vor, der im Zeitraum von drei Jahren den Verbrauch und die Erzeugung des Stroms in der Gesamtgemeinde betrachtet.

Demnach war Erzeugung in Mudau 2017 um 11,63 Prozent, 2018 um 3,22 Prozent und 2019 um 13,88 Prozent höher als der Verbrauch. Der Jahresverbrauch pendelt sich bei ca. 25.000 MWh/Anlage bei 2.850 Anlagen ein. Die Stromeinspeisung von 29.430 MWh 2019 setzt sich 33,27 Prozent Biomasse, Windkraft 37,13 und Solar 29,6 Prozent.

Bürgermeister Dr. Rippberger: „Der Energiemonitor gibt uns somit einen guten Überblick über die verschiedensten Arten der Stromproduktion in der gesamten Gemeinde, zeigt auf, wie hoch der Anteil der Produktion erneuerbarer Energie (Wind, Solar, Biomasse) liegt, erlaubt aber auch eine Bewertung der Entwicklung über einen längeren Zeitraum hinweg“.

Auf die Frage von Gemeinderat Andreas Schölch, wie gesichert die Stromversorgung bei intensiv steigender Anzahl von Elektro-Fahrzeugen sei, erläuterte Werner Ries, dass man bereits Versuchsprojekte gestartet und das Problem erkannt habe, um intensiv den gesicherten Ausbau betreiben zu können.

Die Gemeinde Mudau hat in den vergangenen Jahren viel Geld in die Sanierung ihrer Gebäude und Einrichtungen gesteckt um insbesondere auf dem Energiesektor mittels Einsparungen, neuer Techniken und zeitgerechter Innovationen für die Zukunft gerüstet zu sein.

Der Erfolg zeigte sich auf Grundlage des bestehenden Gebäudemanagements durch die Gemeindeverwaltung in der Aufstellung und Auswertung der allgemeinen Verbrauchszahlen. Der Schwerpunkt der Zusammenfassung des Energieberichts 2020 der Gemeinde Mudau, der sich durch Christoph Müller als zuständigen Sachbearbeiter anschloss, liegt dabei in einer zeitnahen Überwachung der einzelnen Gemeindeobjekte.

Dies betonte auch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger. Die beiden Hausmeister Franz Peregovich und Alfred Plattek haben diese Kontrollfunktion anhand von monatlichen Objektbegehungen sichergestellt. Dabei wird neben der Ablesung der Verbrauchsstände bei Strom, Heizöl und Wasser auch eine Sichtkontrolle am Gebäude selbst durchgeführt und festgestellte Beschädigungen zeitnah repariert bzw. zur weiteren Bearbeitung der Verwaltung mitgeteilt.

In der Sitzung wurden die einzelnen Verbrauchszahlen des vergangenen Jahres für die Bereiche Stromversorgung von 2019 gesenkt auf 1,169 Mio. kWh im Jahr 2020, Heizöl- und Holzpelletsverbrauch (2019/20 112.200 Liter/ 103 Tonnen) sowie der Erzeugungszahlen der gemeindlichen Photovoltaikanlagen mit einem Ertrag von 87.651,5 kWh und der Blockheizkraftwerke mit einem Gewinn von rd.5.900 Euro in einer Betriebsdauer von 7.500 Stunden.

Wobei Christoph Müller abschließend die Prüfung weiterer Installationsmöglichkeiten von PV-Anlagen, den Restumstieg auf LED-Leuchtmittel sowie die Erneuerung des Blockheizkraftwerk in der Grundschule Schloßau empfahl.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um das neue Baugebiet „Fasanenweg“ im Ortsteil Donebach. Hierbei wurde beschlossen, dass Bauwillige in diesem Bereich einen Bauplatzpreis von 70 Euro je Quadratmeter zu entrichten haben. In diesem vom Ingenieurbüro Sack & Partner errechneten und vorgeschlagenen Preis sind allerdings bereits die Erschließungs-, Wasserversorgungs- und Abwasserbeiträge bereits enthalten.

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