Feiernde Jugendliche „verjagt“

(Symbolbild)
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Polizei spricht von „vorsorglicher Räumung“

Heidelberg.   (ots) Am Freitagabend feierten zahlreiche Realschüler auf der Heidelberger Neckarwiese ihren bestandenen Schulabschluss. Zunächst war die Neckarwiese aufgrund der heißen Temperaturen nur mäßig besucht. Im weiteren Verlauf des Abends setzte jedoch starker Zulauf ein, sodass sich gegen 20.00 Uhr bereits rund 1.500 Personen auf dem Neckarvorland zwischen Wasserspielplatz und Theodor-Heuss-Brücke befanden, darunter rund 200 bis 300 feiernde Realschüler der Abschlussklasse.

Während die Grundstimmung anfangs fröhlich und ausgelassen war, will die Polizei mit zunehmendem Alkoholkonsum „beginnende Aggressionen“ festgestellt haben. Dies zeigte sich in Streitig- und Handgreiflichkeiten. Rund zehn Jugendliche mussten zudem aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums durch Rettungskräfte medizinisch versorgt werden. Aufgrund des steigenden Aggressionspotenzials der Feiernden und der Tatsache, dass über soziale Medien weiter zum Besuch der Neckarwiese anlässlich der Realabschlussfeierlichkeiten aufgerufen wurde, haben Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst die Neckarwiese gegen 22.20 Uhr „vorsorglich geräumt“. Dadurch sollte eine Eskalation der Lage verhindert werden.

Bereits nach ersten Lautsprecherdurchsagen setzten deutliche Abwanderungen ein und die Örtlichkeit leerte sich zusehends. Gegen 22.40 Uhr waren keine Personen mehr auf dem Neckarvorland feststellbar. Während der Räumung sei es zu keinen Zwischenfällen gekommen, so die Polizei.

Dies belege, dass es vonseiten der Jugenlichen mitnichten Aggressionen gegeben haben, so Hinweisgeber gegenüber der NOKZEIT-Redaktion. Bei vielen Jugendlichen sei die „vorsorgliche Räumung“ daher nicht gut angekommen. Während in Innenstädten Schulter an Schulter, maskenfrei dem Konsum Tür in und Tor geöffnet werde, Hauptsache die Kassen klingeln, seien es einmal mehr junge Menschen, die seit 15 Monaten jeglicher sozialer Kontakte und zwischenmenschlichen Beziehungen beraubt werden, die man nun auch in Heidelberg verjage, empören sich mehrere Jugendliche und junge Erwachsene, die am Freitagabend anwesend waren.

Dies sei jedoch nicht den Beamten anzulasten, sondern den politischen Entscheidungsträgern auf allen Ebenen, so die differenzierte Sicht der betroffenen jungen Frauen und Männern.

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