Professor Rainer Klein – Kein Zweifel am Klimawandel

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(Foto: privat)
Mosbach. Bundesweit findet am Freitag ein sogenannter Klimastreik mit vielen Aktionen statt (NZ berichtete). Auch der Neckar-Odenwald-Kreis ist mit Mosbach und Buchen vertreten. Zeitgleich sollen um 17 Uhr Demonstrationen beginnen, die vom Bündnis Klimaschutz Neckar-Odenwald-Kreis und „Fridays for Future“ – Initiative Mosbach organisiert werden.

Im bundesweiten Aufruf heißt es: „Wir müssen jetzt handeln, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen und das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können. Bisher hat die Große Koalition auf den Protest von Millionen Menschen auf den Straßen nur halbherzig reagiert.

Auf NOKZEIT werden täglich Stimmen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis zu lesen sein, heute wird Professor Rainer Klein, Leiter des Studiengangs Mechatronik an der DHBW-Mosbach, Stellung beziehen. Er wird außerdem am 24. September im Rahmen des globalen Klimastreiks gegen 17:30 Uhr auf der Kundgebung in Buchen sprechen.

Professor Rainer Klein sagt: „Ich habe als Wissenschaftler absolut keinen Zweifel an der Tatsache und den Ursachen des aktuell stattfindenden Klimawandels. Die Forschungsergebnisse, die Fakten sind eindeutig, auch wenn die Klimaentwicklung und Ihre Einflussfaktoren ein sehr komplexes System sind. Die Vorhersagen der vergangenen Jahre sind inzwischen leider Realität geworden und eigentlich für jeden spürbar. Um den Klimawandel zu verhindern ist es vermutlich schon zu spät, aber vielleicht haben wir noch eine Chance ihn und die Folgen etwas abzumildern.

Seit einer Million Jahren nutzt der Mensch das Feuer. Er nutzt das Feuer um sich seine Nahrung zuzubereiten oder um sich in kalten Nächten, wenn die Sonne für Ihn nicht scheint daran zu wärmen. Seit einer Million Jahren hat sich daran nichts geändert, seit einer Million Jahren ist das Verbrennen von brennbaren Stoffen unsere Hauptenergiequelle. Es ist Zeit dies zu ändern.

Die zwingend notwendige Energiewende ist ebenso ein Technologiewandel wie die Elektromobilität. Es ist technologisch grundsätzlich kein Problem auf eine 100% regenerative und sichere Energieversorgung umzustellen. Statt konsequent auf regenerative Energieerzeugung umzustellen, werden aber unter dem Vorwand 20.000 Arbeitsplätze in der deutschen Kohleförderung zu erhalten, vom Bund 40 Milliarden Euro Fördermittel für diesen Bereich bereitgestellt.

In der Solar- und Windenergiebranche sind dagegen aktuell über 150.000 Beschäftigte tätig. Durch die solar- und windenergiefeindliche Gesetzgebung wurden seit 2011 in der Solarindustrie 100.000 Arbeitsplätze vernichtet. In der Windenergiebranche sind es seit 2017, 26.000 Arbeitsplätze weniger.

Ich bin beschämt, dass mit Greta Thunberg ein 17-Jähriges Mädchen aktiv werden musste, um uns die Augen für etwas zu öffnen, was wir seit Jahrzehnten wissen, dulden und aktiv betreiben.

Eine Million Jahre Feuer als Hauptenergiequelle sind genug. Die Erde gehört uns nicht, wir sind Gäste, wir müssen denken, wir müssen handeln, das ist meine Motivation“.

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1 Kommentar

  1. Hey
    das geht nur mit einer knallharten Gesetzgebung weltweit! anders sehe ich hier Schwarz,
    mit Freiwilligkeit ist hier nichts zu machen.
    Gruß Peter

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