Dem Hausärztemangel entgegenwirken

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Wurden herzlich in den Teams aufgenommen, die Stipendiatinnen Lisa Ehmann und Elena Brandner. (Fotos: pm)

Erste Landarzt-Stipendiatinnen absolvieren Praktisches Jahr in den Neckar-Odenwald-Kliniken

Mosbach/Buchen. (pm) Um dem Ärztemangel entgegenzuwirken und auch weiterhin eine qualitativ-hochwertige, wohnortnahe medizinische Versorgung im Neckar-Odenwald-Kreis sicherzustellen, unterstützen die Neckar-Odenwald-Kliniken das vom Kreis ins Leben gerufene Landarzt-Stipendium: Im Juli begann die erste Stipendiatin Lisa Ehmann ihr Praktisches Jahr (PJ) in den Neckar-Odenwald-Kliniken. Zeitgleich fing auch Elena Brandner an.

„Wir freuen uns sehr, dass Lisa Ehmann und Elena Brandner bei uns im Haus sind. Es ist eine echte win-win-win-Situation“, so Frank Hehn, Geschäftsführer der Neckar-Odenwald-Kliniken. „Zum einen tragen wir so dazu bei, dem Hausärztemangel in der Region entgegenzuwirken. Zum anderen helfen wir jungen Medizinstudentinnen beim Start in das Berufsleben. Und obendrein gewinnen wir für unsere Patienten und Mitarbeiter hier am Haus kompetente und engagierte Medizinerinnen.“

Auch Lisa Ehmann zeigt sich sehr zufrieden: „Das Praktische Jahr im Rahmen des Landarzt-Stipendiums ist sehr abwechslungsreich. Durch mein vorheriges Auslandsstudium gliedert es sich in viele verschiedene Abschnitte. An den Neckar-Odenwald-Kliniken war ich bereits in der Anästhesie und Intensivmedizin sowie der Allgemein- und Unfallchirurgie. Dann durfte ich in die Gynäkologie und Geburtshilfe hineinschnuppern.

Im Januar 2022 geht es für mich acht Wochen in die Innere Medizin am Standort Buchen, bevor dann ein zweiwöchiges Hausarzt-Praktikum ansteht. Auf diese Weise bekomme ich die Möglichkeit, mein Wissen breit zu ergänzen und weiß, wie die unterschiedlichen Abteilungen arbeiten, was später von großem Vorteil sein wird.“

Neben der Einführung in die unterschiedlichen Fachbereiche und den Arbeitsalltag einer Ärztin bieten die Neckar-Odenwald-Kliniken ihrer PJlerin aber auch noch spezielle Schulungen an. Dr. med. Christoph Ellwanger, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Mentor des Landarzt-Stipendiums, veranstaltete für Lisa Ehmann und Christina Egner, einer weiteren Stipendiatin, kürzlich zum Beispiel einen Ultraschallkurs.

Dabei zeigte er den beiden Medizinstudentinnen sowohl den richtigen Umgang mit dem Ultraschallgerät als auch das richtige Schallen von Organen und Gefäßen. „Verschiedene praktische Elemente kommen während des Studiums einfach viel zu kurz, werden aber für das tägliche Arbeiten als Ärztin oder Arzt benötigt“, weiß der Mediziner. „Deshalb nehmen wir uns gerne die Zeit und bieten spezielle Extrakurse an.“

Elena Brandner erinnert sich gerne an ihre Zeit an den Neckar-Odenwald-Kliniken. Sie war von Mai bis September in Mosbach und half jeweils vier Wochen auf der internistischen Station, der Intensivstation, der Notaufnahme und im Funktionsbereich. „Ich konnte viele Facetten der Inneren Medizin kennenlernen und habe auch Verantwortung übertragen bekommen.

Mir hat besonders die Stationsarbeit gut gefallen, da ich dort den meisten Patientenkontakt hatte. Wichtig war auch die Kommunikation mit den Hausärzten und der Kontakt mit den Angehörigen. Das kann man während des Studiums nicht lernen.“

Besonders gefiel der Studentin die herzliche Aufnahme in das Team. Da kann ihr Lisa Ehmann nur zustimmen. „Die Betreuung in den Neckar-Odenwald-Kliniken ist wirklich großartig. Das gilt aber auch für die Aufgaben, die ich als PJlerin hier übernehmen darf.“ Neben Blut abnehmen und Venenverweilkanülen legen gehört dazu, bei Operationen zu assistieren, in der Notaufnahme Patienten aufzunehmen und zu untersuchen oder ärztliche Tätigkeiten unter Anleitung ausführen.

„Darüber hinaus nehme ich an der morgendlichen Ärztekonferenz teil, gehe mit zur Visite, bin bei Geburten anwesend und schaue den Ärzten bei Untersuchungen über die Schulter“, so die PJlerin. „Dadurch, dass ich so viel machen darf, bin ich richtig nah an den Patienten dran und kann mich perfekt auf den Berufsalltag vorbereiten.

Manche Patienten begleite ich tatsächlich von der Notaufnahme über den OP bis hin zur Entlassung. Man fühlt sich absolut eingebunden und verantwortlich für die Patienten und baut eine gewisse Bindung auf, was einen schönen Einblick in das spätere Berufsleben bietet.“

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