PiranHAs gewinnen die Meisterschaft

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(Symbolbild – Pixabay)

Weibliche A-Jugend erobert Tabellenspitze

Neckarelz.  (pm) „Ein Spiel – 100 Prozent“, so lautete die Ansage an die weibliche A-Jugend der Handballabteilung Neckarelz vor dem letzten Spiel in der Saison 2021/2022. Durch die ungewöhnliche Tabellenkonstellation in diesem Jahr kam es zum direkten Duell auf Augenhöhe mit der HSG Hohenlohe.

Die Ausgangssituation für die jungen Neckarelzerinnen war denkbar schlecht, musste man sich noch im Hinspiel knapp mit drei Toren Differenz geschlagen geben. Zusätzlich musste man im Neckarelzer Lager krankheits- und verletzungsbedingt auf gleich drei Stammspielerinnen verzichten. Dennoch hieß es für die übrig gebliebenen Spielerinnen, nun selbst Verantwortung zu übernehmen, die Tordifferenz zu ihren Gunsten zu drehen und auf Angriff zu gehen.

Diesen Aufgaben sollten Taten folgen: Gleich zu Beginn konnte man, unterstützt durch ein lautstarkes Publikum, einen drei Tore Vorsprung herausspielen, den die Gäste nach zehn Minuten wieder egalisieren konnten. Viele Unkonzentriertheiten im Angriff auf beiden Seiten sorgen dafür, dass bis zur 18. Minute das Spiel etwas verschleppt wurde. In dieser Phase übernahm Walin Hussein Verantwortung und konnte mit drei schnellen Toren den gewohnten Abstand auf 9:5 wiederherstellen. Dies zwang die Gäste aus Hohenlohe zu einer Auszeit, in welcher auch auf Neckarelzer Seite Taktikanweisungen gegeben wurden. Gestützt durch eine starke Torwartleistung beider Neckarelzer Torhüterinnen konnte die Führung zum Pausenpfiff auf 13:8 ausgebaut werden.

In der Halbzeit wurde an die Mannschaft appelliert, trotz der guten ersten Hälfte die Konzentration nicht schleifen zu lassen. Der zweite Durchgang jedoch startete mit einer etwas zu ruhigen Verhaltensweise: Wie in der ersten Halbzeit verlor man durch Unkonzentriertheiten den Ball an den Gegner, welchen man erfreulicherweise durch eine konzentrierte Abwehrleistung wieder erobern konnte. Im Angriff konnte man sich auf Nele Schneider verlassen, welche gleich vier Tore hintereinander erzielen und das Torpolster ausbauen konnte. Die Gäste aus Hohenlohe versuchten nun mehr, den Abschluss über den Kreisspieler zu suchen, welcher der Neckarelzer Mittelblock das ein ums andere Mal zu verhindern wusste. So konnte man in der 46. Minute beim Spielstand von 22:13 zufrieden auf die bis dahin größte Tordifferenz des Spiels blicken. Die letzten zehn Minuten erwiesen sich, unter anderem durch den kleinen Kader, als Kraftakt für die PiranHAs. Dennoch wurde verbissen und trotz aller Erschöpfung um den Ball gekämpft und sich zum Wohle der Mannschaft aufgeopfert. Das Tor durch Mara Demmler besiegelte dann den verdienten 26:18 Heimsieg. Besonders erfreulich: Von sieben Feldspielern konnten sich sechs in die Torschützenliste eintragen.

Man muss offen sagen, dass fast alles, was man sich vor diesem Spiel vorgenommen hatte, erreicht wurde. Es wurden mehr Tore erzielt, es gab mehr Torschützen, man verursachte weniger Strafwürfe, ließ weniger Tore aus dem freien Spiel zu und man konnte das Defizit von drei Toren aufholen. Es war eine ungewöhnliche Saison, die für die PiranHAs auf dem ersten Tabellenplatz und damit mit dem Meistertitel im bestmöglichen Ausgang endet. Ein großes Lob gilt allen Spielerinnen, für die es direkt heißt, den Blick auf die bevorstehende Saison zu richten.

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