„Kann ich mir das Heizen noch leisten?“

Die Absenkung der Raumtemperatur bringt eine enorme Ersparnis mit sich. (Symbolbild – Pixabay)

Buchen. (pm) Volles Haus und zum Teil stehende Zuhörer – die überwältigende Resonanz mit mehr als 100 Teilnehmenden auf die Veranstaltung der CDU Buchen mit Energieberater Georg Müller zeigt, wie sehr das Thema auf den Nägeln brennt.

Gerade die Entwicklung der Energiepreise für Öl, Gas und Strom kennen seit Monaten nur eine Richtung, steil nach oben. Damit tragen die Energiekosten einen wesentlichen Teil zur aktuellen Inflation bei.

„Die billigste Energie – unabhängig vom Träger (Öl, Gas, Strom) ist die eingesparte Ernergie“, stellte Energieberater und Bezirksschornsteinfegermeister Georg Müller zu Beginn fest. Energiesparen und die Optimierung des Gebäudes müsse man ganzheitlich betrachten. Neben dem klassischen Tausch alter, ineffizienter Heizungsanlage gehören dazu auch Fassaden, Dach- und Kellerdeckendämmung sowie der Austausch von Fenstern und Haustüren.

„Die Patentlösung gibt es nicht“, denn jedes Gebäude ist aufgrund seiner Beschaffenheit und Lage anders zu bewerten. Während bei dem einen die Maßnahme einer neuen Fassadendämmung eine enorme Kosteneinsparung bringt, ist die gleiche Maßnahme bei dem anderen wirtschaftlich betrachtet nicht sinnvoll, da der zusätzliche Effizienzgewinn die eingesetzten finanziellen Mittel nicht deckt“, so Müller

Der Experte ging auf die gesetzlichen Vorgaben ein, die jeden Immobilieneigentümer treffen. Ohne Energieeinsparung und erneuerbare Energien gehe es heute nicht mehr. Allerdings erleichtern Förderprogramme des Bundes die Investitionen.

Müller wies aber auch auf die jährliche Deckelung der maximalen Zuschusshöhe hin. Es könne daher sinnvoll sein, Maßnahmen auf mehrere Jahre zu verteilen.

Doch nicht jeder könne hohe Kosten aufwenden, stellte der Schornsteinfeger klar. Deshalb müsse man auch Maßnahmen im Kleinen betrachten. So spare der Tausch der alten Umwälzpumpe gegen eine bedarfsgeteuerte Effizienzpumpe bis zu 90 Euro/jährlich. Die Senkung der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius senke die Kosten um 8 Prozent pro Jahr. Kellerdeckendämmungen oder Isolierung der offenen Heizungsrohre im Heizkeller, sowie das Isolieren der Klapptreppe des Speicherzugangs sind selbst und kostengünstig zu realisieren und amortisieren sich bereits oft im ersten Jahr.

Die anschließende rege Fragerunde zeigte deutlich, dass das Thema Energie und deren Kosten den Menschen auf den Nägeln brennt. Viele Teilnehmer wollen zusätzlich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Abschließend empfahl Georg Müller den Zuhörern geplanten Maßnahmen mit Handwerkern, Energieberatern und mit Kreditinstituten zu besprechen.

Abschließend dankte Stadtverbandsvorsitzender Ralf Schäfer dem Referenten für den interessanten Vortrag und bei Mazlum Oktay vom Pflegedienst „Hand in Hand“, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Mit einem Ausblick auf die Radtour des CDU-Stadtverbands und die Jahreshauptversammlung schloss Ralf Schäfer die Versammlung.

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