Heizungen im Bestand austauschen

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Inzwischen können Wärmepumpen auch mit Heizkörpern und nicht nur mit Flächenheizungen betrieben werden. (Symbolbild – harmvdbPixabay)

Großes Interesse an der Informationsveranstaltung

Waldbrunn. (sk) Derzeit sind Heizungen und deren Austausch bzw. die daraus resultierenden Kosten in aller Munde. Die Unabhängigen Bürger Waldbrunn (UBW) nahmen die Sorgen vieler Bürger:innen auf und hatten Uwe Ristl von der Energieagentur des Neckar-Odenwald-Kreises (EAN) zu einem Fachvortrag mit dem Thema „Austausch von Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden“ ins Landgasthauses Sockenbacher Hof eingeladen.

Wie sehr die Diskussion die Menschen umtreibt und wie groß der Informationsbedarf zu Heizungsaustausch und entsprechenden Fördermöglichkeiten ist, zeigte die Resonanz.

Denn die UBW-Vorsitzende Sophia Lampe, konnte gut 60 Teilnehmer:innen willkommen heißen. Neben Einwohner:innen aus Waldbrunn, hatte die Veranstaltung auch Zuhörer:innen aus anderen Odenwald-Gemeinden nach Strümpfelbrunn geführt.

Sophia Lampe, die beruflich als Bauingenieurin tätig ist, stellte in ihrer Begrüßung die Folgen aus dem neuen Gebäudeenergiegesetz für Eigenheimbesitzer:innen dar. Man müsse aber festhalten, dass sich die Regelung noch in der Entwurfsphase befindet.

Für technische Details sowie Fragen zu Fördermitteln stand anschließend Uwe Ristl bereit.

Zunächst ging Ristl kurz auf die Klimakrise und den dramatischen Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration ein. Durch die Nutzung von Wärmepumpen als Ersatz für alte, fossil betriebene Heizungen sei ein Wandel möglich. Bei Bestandsgebäuden müsse ein entsprechender Austausch aber untersucht werden.

Dazu gehöre eine sogenannte raumbasierte Heizlastberechnung sowie eine Überprüfung der Heizkörperauslegung. Ziel sei es, mit einer Vorlauftemperatur von max. 55 Grad auszukommen, damit Luft-Wärmepumpen wirtschaftlich arbeiten können. Die könne inzwischen auch mit Heizkörpern realisiert werden. Je geringer die Vorlauftemperatur, desto höher sei die Anlageneffizienz, ließ Uwe Ristl die Anwesenden wissen.

Weiter ging es mit Photovoltaikanlagen und Jahressteuergesetz 2022, bevor Ristl auf die „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) einging. Dabei nannte der Experte neben den Fördervoraussetzungen auch die Zeiträume und Summen.

Nach der Vorstellung diverser Wärmekonzepte und sogenannter Quartierslösungen in Kreisgemeinden. dankte Sophia Lampe dem Referenten Uwe Ristl mit einem kleinen Präsent.

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