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Auf dem „weißen Rössl“ nach Schwarzach

26.05.2012   ·   0 Kommentare

20 Jahre „Theater im Birkenhof“

von Liane Merkle

Schwarzach. „Im weißen Rössl am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür“ – schwungvoll eröffnete die SF-Band unter Leitung von Marcus M. Mitschele die Jubiläumspremiere zu 20 Jahre „Theater im Birkenhof“ oder richtiger 20 Jahre Schwarzacher Freilichtbühne. Denn die Anfänge waren beim örtlichen Wasserschloss.

Der Premiere vorausgegangen war ein nobler Sektempfang und dankende Worte durch Bürgermeister Theo Haaf und Regisseur Alexander Kaffenberger, der zeitgleich sein zehnjähriges „Schwarzacher Jubiläum“ feiert.


„Was 1993 mit dem „Vogt von Schwarzach“ begann, hat sich zu einem beliebten kulturellen Schatz entwickelt, der von der ganzen Region inzwischen geschätzt wird“, so Theo Haaf, der zur Jubiläumsveranstaltung neben zahlreichen honorigen Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft vor allem Landrat Dr. Achim Brötel, Ehrenbürger BM i.R. Alfred Reinmuth, Ex-Fußball-Profi Karlheinz Förster sowie die Mehrzahl der Bürgermeister aus dem Neckar-Odenwald-Kreis und zahlreiche der so notwendigen Sponsoren begrüßte, denn „ohne die vielen Spender und Sponsoren wäre Theater im Birkenhof nicht möglich.“ Und das, obwohl die engagierte Laientruppe aus 100 Prozent Schwarzachern ehrenamtlich agiert.

„Der einzige, den wir von auswärts eingekauft haben, ist der Regisseur“, betonte ein stolzer Bürgermeister Haaf. Alexander Kaffenberger dankte Kurt Schulz, der vor zehn Jahren die Verbindung zwischen badischem und hessischem Odenwald hergestellt habe und ließ seine „Theater-Weltreise“ der vergangenen zehn Jahre über Lummerland, Spessart, Frankreich und Italien bis Österreich kurz Revue passieren. Er versicherte dabei, „es waren schöne und aufregende Zeiten in allen Wetterlagen“ und sowohl er selbst als auch das stetig wachsende Ensemble seien an den Herausforderungen unheimlich gewachsen.

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Wie sehr, bestätigte sich mit dem „Weißen Rössl“, dem ersten Musiktheater in Kooperation mit einer Live-Band, Und vermutlich wird eine weitere Steigerung nun kaum mehr möglich sein.

Die bekannte Geschichte von der „Rössl-Wirtin“ – perfekt in Klang-Szene gesetzt von der temperamentvollen Regina Haaf – und ihrem Zahlkellner Leopold, dem Holger Müller großartig Stimme und Charakter verlieh, konnte vom Birkenhof-Publikum mit viel Genuss miterlebt werden.

Und natürlich gab es am Schluss ein mehrfaches Happyend, bei dem sich neben der Wirtin und ihrem Kellner auch Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler (Günther Förster) und Ottilie (Marianne Freischlag) als Tochter seines Widersachers Wilhelm Giesecke (Bernd Helmreich) und sogar mit dessen Segen fanden und der „schöne“ Sigismund Sülzheimer (Klaus Heß) endlich sein süßes Klärchen (Janine Helmreich) heimführen konnte. Außerdem war ein „Trikot-Streit“ ohne Blutvergießen beendet worden, Piccolo (Paul Berger) konnte auf die Rückzahlung seines Kredits hoffen und Prof. Dr. Hinzelmann (Arnd Knörzer) durfte weiter seiner Reiselust frönen.

Obwohl ungewöhnlich viele Darsteller in diesem Stück auf der Bühne waren, konnte man jedem einzelnen nicht nur ganz hervorragende Mimenkunst bescheinigen, sondern auch den gekonnten Einsatz der Singstimme, Das galt für die bereits genannten Laienspieler ebenso wie für Brigitte Förster als Briefträgerin Kathi Weghalter oder den großen Chor der Reisenden, Gäste, Heurigenbesucher oder des gemeinen Volkes.


Unter der schon professionellen Instrumentalbegleitung der SF-Band hatte sich das Schwarzacher Ensemble einer weiteren Herausforderung mit großem Erfolg gestellt.

Zur „fulminanten Präsentation“ ihres ersten Musiktheaters beglückwünschte Landrat Dr. Brötel die Schwarzacher ebenso wie zu 20 Jahren Freilichtbühne Schwarzach, die inzwischen zu einem Markenzeichen geworden sei. Er nannte die Vorstellung einen „Volltreffer“ und eine tolle Gemeinschaftsleistung von Menschen mit und ohne Behinderung, die vorbildlich sei und Maßstäbe setze.

500 Birkenhof

(Fotos: Liane Merkle)

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