Buchen im Blickpunkt der Streetdance-Szene

12.01.10

Qualifikation für Deutsche Meisterschaft und WM in Las Vegas – Deutscher Meister und WM-Fünfter 2009 dabei

Die Buchener Dance-Crew „Infinity“ tanzte sich bereits 2009 ins Finale der Deutschen Streetdance-Meisterschaften (Foto) und belegte als die mit Abstand jüngste Formation in der Ü-18-Klasse Platz 8 von 28 Konkurrenten aus Deutschland und Österreich. Sie befindet sich auch jetzt wieder auf dem Weg ins Finale 2010. (Foto: privat)

Mit den 1. „Frankenlandmasters“ klinkte sich das Buchener „Integrationsprojekt Hiphop-Breakdance“ erfolgreich als Ausrichter eines Qualifikationscontests in die Qualifikationsrunde der „German Dance Masters“ ein. Im März 2009 wurde die Frankenlandhalle zum Mekka der deutschen Hiphop-Tanzszene. In dieser bundesweit bedeutsamen Veranstaltung wurde die Buchener Frankenlandhalle nicht nur zum Schauplatz bester tänzerischer Hiphop-Darbietungen, sondern auch der schicksalhaften Juryentscheidungen für 52 Tanzformationen: fürs Finale qualifiziert oder draußen.

Auch in diesem Jahr, am 27.02.10, werden die „2. Frankenland-Masters“ als letzter Contest des nationalen Hiphop-Tanzwettbewerbs  der besten deutschen Streetdance-Formationen  genauso spannend. Da die Frankenlandhalle abgerissen wird, finden die „FrankenlandMasters“ dieses Mal in der Mehrzweckhalle Waldhausen statt, die sich bei der Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Integrationsprojekt“ bestens bewährt hat. Hier entscheidet sich für einige Gruppen, ob sie es ins Finale der Deutschen Meisterschaften, das am 13.03. in Dortmund statt findet, geschafft haben. Und jeder Finalist hat dann nur ein Ziel: die Qualifikation für die „World Hiphop Championships 2010“ in Las Vegas. Dies gelingt in jeder Altersklasse nur den drei Erstplatzierten. Um überhaupt in das Finale der Deutschen Meisterschaften zu gelangen, muss jede Tanzgruppe an mindestens drei Qualifikationscontests teilgenommen haben und sich dabei eine Mindestanzahl von Bewertungspunkten ertanzen. Die Buchener Formation „Infinity“ hat ihre drei Quali-Contests schon hinter sich und weiß spätestens am 27.02., ob sie es wieder fürs Finale der Deutschen Meisterschaft gereicht hat. Momentan jedenfalls sieht es sehr positiv aus.

Es hat seine guten Gründe, warum die Qualifikationscontests der German Dance Masters (GDM) nicht nur in Großstädten wie Hamburg, Dortmund oder Mannheim durchgeführt werden, sondern nun zum zweiten Mal in der Kleinstadt Buchen. Als Anerkennung für die herausragenden Leistungen der Tänzer(innen) des Buchener Integrationsprojektes zunächst mit den „TurboStreetBreakers“ und Stas Lasarev, sowie mit „Infinity“ bot der Direktor der GDM-Organisation, Gerhard Goldmann, dem Projektleiter Volker Schwender, an, in die Qualifikationsrunde der GDM organisatorisch einzusteigen.

Das Städtchen Buchen stelle mit Stas Lasarev nicht nur den Deutschen Meister 2008 und Teilnehmer an den World Hiphop-Championships 2008 und 2009 in Las Vegas, sondern auch noch mit „Infinity“ eine weitere Gruppe, die zu den Top 8 in Deutschland gehöre. Er plane, so Goldmann, Buchen zu einem der bundesweit verteilten Stützpunkte zu machen. So sorgte er dafür, dass die „lebende Hiphop- und Breakdance Legende“ Nils ‚STORM’ Robitzki am 05. und 06.12.09 in Buchen Station machte, um Seminare abzuhalten.

Die GDM-Mitarbeiter engagierten sich alle ehrenamtlich und die Organisation sei momentan bemüht, den Status eines „Gemeinnützigen Vereins“ zu erlangen. Zur Zeit firmiert sie noch als Non-Profit-Organisation, die seit Jahren bundesweite Hip Hop Streetdance Contests nach den internationalen Regeln der Hip Hop International USA organisiert. Die GDM sind assoziierendes Mitglied der Hip Hop International (HHI) mit Sitz in Los Angeles und haben für Deutschland das Exklusivrecht zur Nominierung von Nationalmannschaften für die World Hip Hop Championship in USA. Das exklusive Nominierungsrecht gilt darüber hinaus auch für die Länder Belgien, Holland, Luxemburg und Österreich.

Ziel der Contests ist eine qualifizierte Vorauswahl von kreativen, urbanen Streetdance Crews für ein großes Bundesfinale. Dabei werden primär die freien und urbanen Hip Hop Streetdancer von Jugendhäusern sowie private Dancer angesprochen, die nicht beim ADTV (Allg. Deutscher Tanzlehrerverband) organisiert sind. Durch die intensive Gemeinschaft der HipHop StreetDancer soll eine tatsächlich gelebte Integration von jugendlichen und erwachsenen Tänzern mit unterschiedlichstem Migrationshintergrund, erreicht werden.  Ein Ausbau der bereits bestehenden Partnerschaften mit Italien, Schweiz, Österreich und Holland wird angestrebt. Darüber hinaus sollen die Flüge für die qualifizierten Teilnehmer zur Weltmeisterschaft möglichst bald über Sponsorengelder finanziert werden können. Ebenso wird die Aufnahme beim Deutschen Sportbund als eigenständiger Verband (e.V. mit Gemeinnützigkeit) angesteuert.

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Auch die Buchener Dance-Crew „Infinity“, die sich im Juni 2009 bei der PRO7-Staffel „Germany’s next Showstars“ ins Finale und in die Herzen der Jury (DJ Bobo – Verona Pooth – Elton) tanzte, befindet sich auf dem Weg ins Finale der Deutschen Streetdance-Meisterschaften. (Foto: privat)

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