Kreis und Schulamt schließen Kooperationsvertrag

22.01.10

Interessen des Neckar-Odenwald-Kreises in schulischen Belangen gesichert – Um gute Lösung „durchaus gerungen“ – Präsenz der Schulräte vor Ort gewährleistet

Die Chemie stimmt, auch wenn durchaus hart um die Sache gerungen wurde: Jetzt tauschten die Leitende Schulamtsdirektorin Brigitte Frei aus Mannheim und Landrat Dr. Achim Brötel auch offiziell den Kooperationsvertrag aus, der die Zusammenarbeit regelt und in dem unter anderem „Dezentralität, Regionalität und Kundennähe“ festgeschrieben sind.

Mosbach/Mannheim. (sch) „Aus schwierigen Geburten entstammen nicht selten die schönsten Kinder“, bemerkte Landrat Dr. Achim Brötel augenzwinkernd. Mit der „schwierigen Geburt“ nahm er Bezug auf die zunächst durchaus kontrovers laufenden Diskussionen über die Ausgestaltung eines Kooperationsvertrags, die die künftige Zusammenarbeit des Schulamts Mannheim mit dem Neckar-Odenwald-Kreis, seinen Schulen, Lehrern, Schülern und deren Eltern regelt. Jetzt aber war es soweit: die Vereinbarung wurde von der Leitenden Schulamtsdirektorin Brigitte Frei und von Landrat Dr. Achim Brötel offiziell ausgetauscht. Und beide zeigten sich sehr zufrieden mit „einer richtig guten Lösung, um die wir durchaus gerungen haben“.


„Wenn diese Kooperationsvereinbarung jetzt auch tatsächlich so gelebt wird, wie sie formuliert ist, dann kann sogar ich meinen persönlichen Frieden mit dieser Reform machen“, erklärte Dr. Brötel im Anschluss. Der Landrat machte nach wie vor keinen Hehl daraus, dass er die Schließung des Staatlichen Schulamts Mosbach und die Bildung einer Mammutbehörde mit Sitz im „fernen“ Mannheim –  zuständig für eine Rekordzahl von Schülern – für völlig falsch hält: „In einer Demokratie muss man aber auch solche Entscheidungen akzeptieren.“ Sehr frühzeitig hat der Landrat dann auch den Ball aufgegriffen, um die Zusammenarbeit verbindlich so zu regeln, dass die Interessen des Neckar-Odenwald-Kreises gewahrt bleiben. Ein Ziel, das auch Brigitte Frei von Anfang an verfolgte: „Was mir in diesem Zusammenhang vorgeschwebt hat, ist in dieser Vereinbarung ebenso wie in den anderen drei Verträgen – mit den Städten Mannheim, Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis nämlich, für die das Schulamt neuen Zuschnitts ebenfalls zuständig ist – festgehalten. Wir haben durch die Reform eine große Fürsorgepflicht erhalten. Und die haben wir auch wahrgenommen.“

Tatsächlich zogen sowohl die Schulamtsdirektorin als auch der Landrat im Jahr nach der Reform ein durchaus auch positives Fazit: mit Britta Lorenz, Peter Frey und


Uwe Wurz sind drei Schulräte direkt für den Neckar-Odenwald-Kreis zuständig zuzüglich weiterer Personen, die sich um Querschnittsaufgaben kümmern. Diese Schulräte sind auch vor Ort häufig präsent, denn ein wichtiger Grundsatz ist zusammengefasst unter „Dezentralität, Regionalität und Kundennähe“. Was konkret unter anderem bedeutet, dass Konflikte und Probleme dort geklärt werden, wo sie entstanden sind – also im Kreis und nicht in Mannheim. Kein Lehrer, kein Elternteil und auch kein Elternvertreter muss sich im Zweifel „durchfragen“; die Zuständigkeiten sind geregelt, die Ansprechpartner sind bekannt. „Das klappt sehr gut“, bestätigte die Schulamtsdirektorin.

Darüber hinaus wurden einzelne Bereiche der Zusammenarbeit wie Frühkindliche Bildung, Begabtenförderung, Soziale Dienste, Schülerbeförderung und vieles mehr besonders definiert. Eine umfangreiche Liste, die jederzeit durch weitere Punkte einvernehmlich ergänzt werden kann.

„Für die Rahmenbedingungen können wir beide nichts. Aber ich denke, wir haben das Beste daraus gemacht. Insofern ist das heute ein guter Tag und ich hoffe sehr, dass wir das irgendwann im Rückblick von jedem einzelnen Tag unserer Zusammenarbeit genauso sagen können“, betonte der Landrat abschließend – und Brigitte Frei stimmt ihm einmütig zu.

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