Todesfahrer für sechs Jahre hinter Gitter

15.04.10

Mosbach. (pm) Die Staatsanwaltschaft Mosbach warf in der heutigen Hauptverhandlung vor der Großen Jugendkammer unter Vorsitz von Richter Holger Hamm dem ledigen, zum Tatzeitpunkt 18-jährigen, deutschen Auszubildenden vor, sein Fahrzeug auf der B 292 zwischen Oberschefflenz und Adelsheim Ende November 2009 nach Alkoholkonsum bewusst auf ein auf der Gegenfahrbahn fahrendes Fahrzeug gelenkt zu haben, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Bei der Frontalkollision kam die Fahrerin des entgegenkommenden Fahrzeugs ums Leben, während die beiden Mitfahrer ebenso wie der Angeklagte zum Teil schwer verletzt wurden.

In der nichtöffentlicher Sitzung wurde der junge Mann, der sich in Untersuchungshaft befang, wegen tateinheitlich begangenen Totschlags, des versuchten Totschlags in zwei Fällen, der gefährlichen Körperverletzung in zwei Fällen,  des vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und  der fahrlässigen Trunkenheit im Verkehr zu einer Jugendstrafe von 6 Jahren verurteilt. Ihm wurde die Fahrerlaubnis entzogen und sein Führerschein wurde eingezogen. Vor Ablauf von vier Jahren darf dem Angeklagten keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Jugendstrafe von 6,5 Jahren und eine 5-jährige Fahrerlaubnissperre beantragt. Die Vertreter der Nebenklage haben eine Jugendstrafe von 7 Jahren beantragt bzw. keinen Antrag gestellt.  Die Verteidigung hat eine Jugendstrafe von 4 Jahren und 8 Monaten beantragt.

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