Dr. Jürgen Schütz nach 24 Jahren verabschiedet

29.04.10

Ministerpräsident Stefan Mappus: Landrat Dr. Schütz hat Rhein-Neckar-Kreis geprägt – Große Verdienste als Landrat und Präsident des Landkreistages von Baden-Württemberg

Fast ein Vierteljahrhundert stand Dr. Jürgen Schütz an der Spitze des Rhein-Neckar-Kreises. (Foto: VRN)

Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion. „Mit dem Ausscheiden von Dr. Jürgen Schütz aus dem Amt des Landrats des Rhein-Neckar-Kreises geht eine erfolgreiche und für den Kreis prägende Ära zu Ende. Dr. Schütz hat den Kreis vorangebracht und ihn gleichermaßen durch seine Arbeit und seinen Charakter geprägt. Er war und ist ein Landrat von hoher Sachkenntnis und großem Engagement.“ Dies sagte Ministerpräsident Stefan Mappus anlässlich der heutigen Verabschiedung von Dr. Jürgen Schütz aus dem Amt des Landrates des Rhein-Neckar-Kreises in Angelbachtal.

„Das Gesundheitswesen im Kreis nahm in Ihrer Arbeit eine zentrale Rolle ein“, sagte Mappus. Die „Gesundheitszentren des Rhein-Neckar-Kreises gGmbH“ seien heute eine der größten kommunalen Verbände dieser Art im Land. „Hier werden Menschen kompetent versorgt“, erklärte der Regierungschef.

Unter der Führung von Landrat Dr. Schütz sei durch die Schaffung einer neuen Organisationsstruktur im Bereich des ÖPNV nicht nur das Angebot wesentlich verbessert, sondern auch für mehr Wirtschaftlichkeit gesorgt worden. „Als Vorsitzender des Zweckverbands Verkehrsverbund Rhein-Neckar haben Sie zudem maßgeblich zum Aufbau der S-Bahn Rhein-Neckar beigetragen“, erklärte der Ministerpräsident.

„Die Bildungslandschaft des Rhein-Neckar-Kreises nimmt heute einen Spitzenplatz im Land ein“, erklärte der Ministerpräsident. Der Zustand der 12 beruflichen Schulen in Kreisträgerschaft sei „vorbildlich“. In der Amtszeit von Landrat Dr. Schütz seien – mit Unterstützung des Landes – rd. 100 Mio. € in Ausbau und Modernisierung investiert worden. Auch die Förderung der Sonderschulen und der Sonderschulpädagogik habe Schütz intensiv begleitet.

„Mit dem Neubau der Martinsschule für Körperbehinderte in Ladenburg konnte vor wenigen Wochen ein Projekt vollendet werden, das Ihnen ganz persönlich am Herzen lag“, unterstrich der Ministerpräsident. Die Maßnahme stünde stellvertretend für die große Bedeutung, die Dr. Schütz der Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen beigemessen habe. „Von der Einführung des Kinderschutz-Notrufes, über neue Strukturen bei der Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit bis hin zum Ausbau von Pflege und Betreuung – der Rhein-Neckar-Kreis gilt als vorbildlich bei seinen Anstrengungen. Beim Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder unter 3 Jahren ist der Kreis landesweit Spitze“, erklärte Mappus. Trotz Investitionen von mehr als 630 Mio. Euro während seiner Amtszeit hinterlasse Schütz „dank strikter Haushaltskonsolidierung und Schuldenabbau“ eine geordnete und solide Finanzsituation.

Auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur der Kreisstraßen habe sich in Schütz Amtszeit mit der Ortsumgehung Plankstadt, der Ortsumgehung Neckargemünd oder die Querspange von Leimen nach Sandhausen viel getan.

Daneben sei der bei seiner ersten Wahl durch den Kreistag im Jahr 1986 jüngste Landrat in Baden-Württemberg auch im Ehrenamt sehr engagiert gewesen. „Besonders hervorzuheben sind dabei Ihr großer und vorbildlicher Einsatz als Präsident des baden-württembergischen Landkreistages. Sie haben die Anliegen und Interessen der Landkreise auf kompetente, sachliche, aber auch nachdrückliche Weise vertreten“, unterstrich der Ministerpräsident.

Daneben sei Dr. Schütz im Verwaltungsrat des Südwestrundfunks und als Vorsitzender des Landrätesprengels im Regierungsbezirk Karlsruhe ehrenamtlich tätig gewesen. „Auf Kreisebene haben Sie sich ebenfalls in zahlreichen Ehrenämtern – als Vorsitzender von Stiftungen, Kuratorien und Vereinen – für die Belange Ihrer Mitbürger eingesetzt“, betonte Ministerpräsident Mappus.

Ministerpräsident Mappus zeigte sich überzeugt, dass mit dem neuen Landrat, Stefan Dallinger, die gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und dem Landkreis in Zukunft fortgesetzt werde könne.

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