Jugendfeuerwehr und DRK starten Pilotprojekt

Bei der Ausbildung gemeinsame Wege

(Foto: Liane Merkle)

Mudau. Ende des vergangenen Jahres nahm für die Jugendfeuerwehr Mudau, Abt. Mudau und den DRK-Ortsverband Mudau eine Idee langsam Gestalt an: Eine Kombination der Ausbildung der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuzes.

Diese Idee, von Sabine Friedel und Dieter Slabschi, fiel bei den Verantwortlichen des DRK-Landesverbandes und der Freiwilligen Feuerwehr Mudau, allen voran Kommandant Gerd Mayer, auf fruchtbaren Boden.

Eine Hürde in dieser Umsetzung stellte jedoch die Tatsache dar, dass die Jugendrotkreuzgruppe seit Ende der 1970-er Jahren nicht mehr existierte. Um diese zu reaktivieren setzte man sich mit den Eltern der Jugendfeuerwehrmitglieder zusammen und stellte die neue Kombination, Verschmelzung von Feuerwehr und DRK, vor. Alle waren von dieser Idee begeistert und gaben Ihre Zustimmung.

Am 01.01.2010, am Tag der Gründung des Pilotprojektes, sind alle Mitglieder der Jugendgruppe Mudau auch dem Jugendrotkreuz Mudau beigetreten. Seit Januar konnten bereits drei neue Mitglieder für die beiden Jugendorganisationen gewonnen werden. Immer dienstags zwischen 18:30 Uhr und 19:30 Uhr treffen sich die Jugendlichen um Inhalte aus den Bereichen Feuerwehr und DRK zu behandeln.

Die zwölf Jugendlichen zeigen sich immer wieder überrascht und begeistert von der Idee. „Ich habe mir das Anlegen von so einem einfachen Verband viel leichter vorgestellt, aber jetzt kann ich das auch…“, so ein Jugendfeuerwehrmitglied nach einer Gruppenstunde, in der die Jugendlichen das Anlegen von Verbänden gelernt hatten.

Darüber freut sich nicht nur Jugendgruppenleiterin Jenny Slabschi vom DRK sehr: „Wir hätten nicht erwartet, dass unsere Idee bei den Jugendlichen so gut ankommt, das ist für uns ein klares Zeichen so weiter zu machen“.

Zu den Ausbildungsinhalten auf Seiten der Feuerwehrausbildung gehören unter anderem die Teilnahme am Stufenprogramm Jugendflamme, das Üben mit der Ausrüstung der Feuerwehr und die Vorbereitung auf den Übertritt in die Einsatzabteilung. Im Bereich des Jugendrotkreuzes werden medizinische Erstmaßnahmen eingeübt und Vorbereitungen zur Arbeit als „Helfer vor Ort“ (HVO-Gruppe) und bei den Sanitätsdiensten getroffen.

Hinter diesem Pilotprojekt stehen vor allem zwei Gedanken: Zum Ersten, durch das gemeinsame Üben soll erreicht werden, dass die Jugendlichen beim Übertritt in die Einsatzabteilung der Feuerwehr bzw. in die Bereitschaft des DRK gut geschulte Ersthelfer sind und die Arbeit des jeweils anderen kennen und gegebenenfalls unterstützen können. Zum Zweiten, soll dadurch eine Sicherung der Mitglieder der Einsatzabteilung der Feuerwehr bzw. des DRK-Ortsvereins gewährleistet werden.

Für die gemeinsamen Ausbildungsinhalte der Jugendfeuerwehr zeichnen Sabine Friedel und Manfred Müller verantwortlich, für das Jugendrotkreuz übernehmen Jenny und Dieter Slabschi die Ausbildungsinhalte. Der DRK-Landesverband, die DRK Ortsgruppe Mudau und die Feuerwehr Mudau, Abt. Mudau hoffen auf viele Nachahmer.

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