Politiker im Gespräch mit Hebammen

Neckar-Odenwald-Kreis. (mh) Die Kreisvorsitzende des deutschen Hebammenverbandes Heike Klingmann mit ihren Kolleginnen Andrea Gottschalk und Diana Schumann führten dieser Tage ein mit dem Bundestagsabgeordneten Alois Gerig sowie mit den Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Peter Hauk, MdL, ein Informationsgespräch.

Ein Hauptgrund für dieses Gespräch ist die enorm gestiegene Haftpflichtversicherung in der Geburtshilfe. Heike Klingmann führte aus, dass durch steigende Haftpflichtprämien und zugleich durch eine unzureichende Vergütung die Hebammen gezwungen werden, die Geburtshilfe aufzugeben. Dadurch könne eine flächendeckende Versorgung nicht mehr sichergestellt werden.

So lag die Haftpflichtversicherung der freiberuflichen wie der Beleghebammen im Jahr 2007 bei 1.218 Euro; im Jahr 2010 ist diese Prämie auf 3.690 Euro gestiegen. Der deutsche Hebammenverband hat im vergangenen Jahr aus diesem Grund auch eine Petition beim Bundestag eingereicht. Dieser Eingabe hätten sich über 180.000 Unterzeichner angeschlossen, berichtet Heike Klingmann. Die wirtschaftliche Situation stelle sich so dar, dass der Netto-Stundenlohn einer freiberuflichen Hebamme bei durchschnittlich ca. 7,50 Euro liegt und die Mehrzahl der Hebammen ihre Tätigkeit gar nicht als Vollzeitberuf ausübt, so Diana Schumann. Eine weitere Bitte der Hebammen an die Abgeordneten war die Verankerung des Anspruches der Hebammenhilfe im Sozialgesetzbuch.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“ Abgeordnete im Gespräch mit Hebammen“ url=“https://www.nokzeit.de/?p=8667″] MdL Peter Hauk führte aus, dass in dem Bereich der Haftpflichtversicherung die Politik selbst wenig bewirken kann, da es hierbei immer nach Gefahrenpotential bzw. nach der Schadenshöhe gehe. Beide CDU-Abgeordneten schlugen vor und waren sich einig, dass die von den Hebammen nicht zu vertretenden Kostensteigerungen in die Vergütung mit einfließen müssen und hier insbesondere die Krankenkassen gefordert seien. MdB Alois Gerig versicherte, dass er mit Sozialpolitikern auf Bundesebene in den Dialog treten und sich für die Belange und Anliegen der Hebammen gerade im ländlichen Raum einsetzen werde.

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