Die etwas andere deutsche Komödie

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Verrückt nach Paris

(Foto: Agentur)

Osterburken. (mp) Die Kulturkommode Osterburken e.V. hat sich in ihrer Programmreihe „Der besondere Film“ erneut etwas Außergewöhnliches einfallen lassen. Am Samstag, den 22. Oktober 2011 zeigt sie in Kooperation mit der Behinderten Begegnungsstätte Osterburken (BBO) im Marc-Aurel-Saal des Römermuseums die etwas andere deutsche Komödie „Verrückt nach Paris“.

 

Drei Freunde mit unterschiedlichen Behinderungen machen auf eigene Faust Urlaub vom Heim. Daraus entwickelt sich ein temporeiches Road-Movie, das an Witz und Situationskomik manch andere Komödie in den Schatten stellt und an dessen Ende die drei mit beneidenswerter Kraft und Verstand die Verwirklichung ihrer Träume vorangetrieben haben werden. Hilde, Karl und Philip leben in einem Heim für behinderte Menschen. Hilde schält als Küchenhilfe eimerweise Kartoffeln, Philip und Karl stellen in einer betreuten Werkstatt Spielzeug-Enten her. Alle drei sind frustriert und gelangweilt. Heimlich planen sie einen Ausflug und hauen aus dem Heim ab. Auf ihrer Reise, die sie über Umwege nach Paris führt, entdecken sie für sich ungeahnte Möglichkeiten und erobern neue Freiheiten. Enno, ihr Betreuer, ausgebrannt von seiner Arbeit, macht sich widerwillig auf den Weg, das Trio zurückzuholen. Eine Verfolgungsjagd mit Hindernissen nimmt ihren Lauf. Am Ende ist nichts mehr wie es war, auch nicht für Enno, der sich in Paris verliebt und plötzlich selbst nicht mehr von einer Rückkehr in das alte Leben überzeugt ist. Denn nach Paris ist alles verrückt.


Eike Besuden und Pago Balke ist mit „Verrückt nach Paris“ eine fulminante Komödie gelungen, die auf der Berlinale 2002 und weiteren Filmfestivals vom Publikum euphorisch gefeiert wurde. Namhafte Schauspieler wie Dominique Horwitz und Corinna Harfouch spielen zusammen mit Paula Kleine, Frank Grabski und Wolfgang Göttsch, Mitglieder des Bremer „Blaumeier Ateliers“. Faszinierend ist die Leistung der behinderten Hauptdarsteller, die mit entwaffnendem Charme, natürlicher Ausstrahlung und großem Selbstbewusstsein mehr oder weniger sich selbst spielen, dabei aber eine witzige Distanz finden, die den Zuschauer unmittelbar und vorbehaltlos einnimmt und jede Betroffenheit von Beginn an im Lachen erstickt.

 

Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr. Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Nähere Informationen gibt es im Internet.

Infos im Internet:
www.kulturkommode.de


 

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