Schleusenreparaturen beginnen im Februar

Wasser- und Schifffahrtsamt schließt Planungen für 2012 ab

(Foto: WSA)

(pm) Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg (WSA) betreibt an der Wasserstraße Neckar 12 Staustufen. 12 dieser Schleusenanlagen verfügen über zwei, eine über drei Schleusenkammern. Damit sind vom WSA Heidelberg insgesamt 25 Schleusenkammern zu unterhalten und zu betreiben.

2012 sind an den Anlagen in Feudenheim, Heidelberg, Neckargemünd, Neckarsteinach, Rockenau, Guttenbach, Gundelsheim und Kochendorf Instandsetzungsmaßnahmen im Schleusenreparaturprogramm  des WSA Heidelberg geplant. Begonnen wird ab Ende Februar, sobald die Hochwassergefahr gering wird und die Witterungsverhältnisse Bauarbeiten zulassen.

Das Schleusenreparaturprogramm wird seit den 1970-er Jahren jährlich auf Grundlage der gemeldeten Bauwerksmängel von Bauwerksprüfung, Bauwerksüberwachung und Bauwerksbesichtigung erstellt. Dabei geht es neben der Beseitigung von Schäden um den Austausch von Verschleißteilen an den Schleusentoren (Lager, Dichtungen), den Füll- und Entleerungsorganen (Lager, Dichtungen) sowie an den Antrieben.


Um die durch den Betrieb entstandenen Schäden (z. B. durch Anfahrungen der Schifffahrt, Witterungseinflüsse, Verschleiß) rechtzeitig zu erkennen und den aktuellen Zustand der Standsicherheit, Dauerhaftigkeit und Verkehrssicherheit der Anlage festzustellen, wird jede Schleusenkammer regelmäßig alle 6 Jahre einer umfassenden Bauwerksprüfung unterzogen. Mängel, die im Rahmen der Bauwerksinspektion oder bereits während des Betriebs festgestellt wurden, werden – soweit möglich – in Instandsetzungspaketen pro Schleusenkammer zusammengefasst. Um sowohl die Bauwerksprüfungen als auch die Instandsetzungen durchführen zu können, muss die jeweils betroffene Schleusenkammer außer Betrieb genommen und trockengelegt werden.

Es fallen folgende Arbeiten an:

  • Instandsetzung von Luftsprudelanlagen,
  • Erneuerung der Hals- und Spurlager sowie der Zuganker an Stemmtoren,
  • Überholung von Schützlagern und Antriebswellen bei Hub- und Senktoren,
  • Überholung von Schützlagern der Füll- und Entleerungsorgane,
  • Austausch von Dichtungen an den Toren und Schützen,
  • Erneuerung von Konstruktionselementen (Knotenbleche, Winkel, Streben),
  • Instandsetzung von Riegeln, Stemmknaggen und Mauerplatten,
  • Überholung von Antriebszylindern, Durchführung von Schlauch- und Ölwechseln,
  • Durchführung von Bauwerksprüfungen, -überwachungen.

Am Neckar zeigt sich als Vorteil, dass jeweils zwei Schleusenkammern pro Anlage zur Verfügung stehen. Somit kann für die Zeit des Schleusenreparaturprogramms eine Kammer gesperrt werden, ohne dass die Schifffahrt zum Erliegen kommt. Für die Unterhaltung des WSA Heidelberg steht die Betriebssicherheit im Vordergrund. Deshalb wird bei länger geplanten Sperrungen immer im Vorfeld die nicht zu sperrende Kammer trocken gelegt und inspiziert. Erst wenn hier keine Mängel entdeckt wurden bzw. behoben wurden, wird die andere Kammer für einen längeren Zeitraum außer Betrieb genommen.

Die Leichtigkeit der Schifffahrt auf dem Neckar wird jedoch eingeschränkt. Gerade in den Sommermonaten, in denen neben der Frachtschifffahrt auch die Fahrgastschifffahrt und Sportboote unterwegs sind, kann es zu Wartezeiten kommen.

Das WSA Heidelberg strebt eine hohe Verfügbarkeit der Wasserstraße für die Schifffahrt an und begrenzt die Kammersperrungen auf das unbedingt notwendige Maß. Daher werden die planbaren Arbeiten für die Bauwerksprüfungen und die Instandsetzungen, die eine Trockenlegung oder Außerbetriebnahme der Schleusenkammer erfordern, an allen betroffenen Schleusen in einem lange vorher mit der Schifffahrt abgestimmten Zeitraum durchgeführt. Die einzelnen Kammersperrungen können von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten, je nach Anfall an Reparaturmaßnahmen, andauern.

Für Maßnahmen im Zuge der projektierten Schleusenverlängerung muss aufgrund des Umfangs der Arbeiten mit längeren Sperrzeiten von bis zu 3 Jahren gerechnet werden.

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(Foto: WSA)

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