Polizei warnt vor falschem Bundesbeauftragten

Neckar-Odenwald-Kreis. Eine 80-jährige Frau meldete sich in der vergangenen Woche bei der Polizei weil ihr der Brief einer angeblichen Bundesbehörde verdächtig vorkam. Die Frau hatte das richtige Gespür für eine als hochoffizielle Post getarnte Betrugsmasche.

Mit dem Briefbogen „Direktor der Jurisprudenz der Bundesrepublik Deutschland“ verpassen derzeit Betrüger ihren Anschreiben an in erster Linie ältere Personen einen seriösen Anstrich und erklären darin, von der Bundesrepublik bestellte Insolvenzverwalter zu sein. Insbesondere würde dabei der Konkurs des Warenhauses Quelle abgewickelt. Im Zuge dieser Ermittlungen wäre aufgefallen, dass die jeweiligen Empfänger der Briefe noch ausstehende Zahlungen aus zurückliegenden Jahren an das bankrotte Versandhaus begleichen müssten.


Mit der Androhung rechtlicher Konsequenzen wird weiterhin gefordert, innerhalb von zwei Tagen den Betrag von 100 Euro in bar in einem voradressiertes Briefkuvert an die Adresse: Initiative Quelle, Bahnhofstraße 22, 21629 Hamburg, Neu Wulmsorf, zu senden. Damit wären dann sämtliche Außenstände getilgt. Glücklicherweise fiel die Angeschriebene nicht auf das vermeintlich faire Angebot des „Insolvenzverwalters“ ein.

 

In Baden-Württemberg sind bereits mehrere Fälle dieser Masche bekannt geworden. Die Polizei im Neckar-Odenwald-Kreis rechnet deshalb mit weiteren Betrugsversuchen der Täter und bittet die Bürger um äußerste Vorsicht. Wer ein verdächtiges Schreiben erhält oder von den Betrügern bereits getäuscht wurde, sollte sich bei seinem zuständigen Polizeirevier melden.


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