„Im Auftrag des Adlers“ jetzt in Konstanz

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Publius Ferrasius Avitus, ein Soldat Roms, ist „Im Auftrag des Adlers“ nach dem Römermuseum in Osterburken nun im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz unterwegs. Bei der Ausstellungseröffnung war auch Landrat Dr. Achim Brötel anwesend. Im Sommer 2013 wird die deutsch-ungarische Gemeinschaftsausstellung weiter nach Szombathely ins Savaria Museum und danach ins Ungarische Nationalmuseum nach Budapest reisen.  (Foto: Archäologisches Landesmuseum Konstanz/ M. Schreiner)

Osterburken/Konstanz. (lra) Publius Ferrasius Avitus, ein Soldat Roms, ist „im Auftrag des Adlers“ in halb Europa unterwegs gewesen. Knapp 2000 Jahre später bereist er wieder die Lande: Nachdem die deutsch-ungarische Gemeinschaftsausstellung mit sehr guter Resonanz von April bis Mitte Oktober 2012 im Römermuseum Osterburken zu sehen war, wo sie den bewegten Lebensweg des römischen Soldaten erlebbar gemacht hat, sind die Exponate und die Schrifttafeln nun im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg in Konstanz zu sehen.  Zur Eröffnung der bis zum 7. April 2013 in Konstanz laufenden Ausstellung ist auch Landrat Dr. Achim Brötel an den Bodensee gereist.

   Eine „tolle Resonanz und begeistertes Echo“ konstatierte der Landrat dieser Veranstaltung, an der außer seinem Konstanzer Landratskollegen Frank Hämmerle auch Ministerialrätin Jutta Ulmer-Straub vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, die die offizielle Eröffnung vornahm, teilgenommen hat. Der Direktor des Archäologischen Landesmuseums, Dr. Jörg Heiligmann, begrüßte die Gäste und Dr. Martin Kemkes führte wie schon in Osterburken in gleichermaßen fundierter und  unterhaltsamer Art in die Materie ein.




Landrat Dr. Brötel erklärte in seinem Grußwort, wie diese Ausstellung zustande gekommen ist: „Sowohl unser ungarischer Partnerlandkreis Vas als auch wir, der Neckar-Odenwald-Kreis, haben eine römische Vergangenheit und damit, wenn man so will, einen gemeinsamen Migrationshintergrund.“ Ein Weihestein aus Obernburg am Main hat schließlich den Weg gewiesen zu Publius Ferrasius Avitus, der in Savaria im heutigen Komitat Vas geboren wurde. „Im Auftrag des Adlers“ hat der spätere römische Soldat auch viele Jahre Dienst im Bauland verrichtet, bevor er wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Damit war die Verbindung geschaffen, die Idee einer Ausstellung, die die ungeheure Mobilität im römischen Reich ganz ohne Autobahn, Hochgeschwindigkeitszüge und Linienflüge greifbar macht, war geboren. Mit viel Idealismus, noch mehr Arbeit, der Unterstützung vieler Institutionen und Personen und nicht zuletzt  dank vieler wertvoller Leihgaben verschiedener Museen wurde diese Idee schließlich in die Tat umgesetzt.

Dr. Brötel dankte allen Beteiligten und nannte dabei ausdrücklich Dr. Jörg Scheuerbrandt vom Römermuseum Osterburken, Dr. Martin Kemkes und Dr. Eszter Harsány vom Archäologischen Landesmuseum, die die Ausstellung von Anfang an zweisprachig konzipiert haben, sowie den ebenfalls anwesenden Dr. Zoltán Nagy vom Savaria Museum in Szombathely im Komitat Vas, in dem die Ausstellung im Sommer 2013 zu sehen sein wird. Kurzfristig ist mit dem Ungarischen Nationalmuseum in Budapest eine sich daran anschließende vierte Station dazu gekommen – ein weiterer Beweis für den Gehalt dieser Ausstellung. Die „Vorreiterrolle“ des Neckar-Odenwald-Kreises würdigte neben der Ministerialrätin Ulmer-Straub im Übrigen auch der Direktor des Archäologischen Landesmuseums, Dr. Jörg Heiligmann: „Während meiner nun wirklich langjährigen Tätigkeit habe ich noch nie erlebt, dass ein Landkreis eine so hochwertige und fundierte Ausstellung initiiert und auch noch finanziell unterstützt hat. Das ist absolut beispielhaft und wird allen anderen Landkreisen dringend zur Nachahmung empfohlen.“

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