AWO Neckar-Odenwald bei Bundeskonferenz

Gabriele Teichmann und Peter Maurus Vertreter der AWO Baden

AWO Bundeskonferenz

Gabriele Teichmann mit dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel. (Foto: pm)

Berlin. (pm) Wegweisende sozialpolitische Beschlüsse, eine intensive Arbeitsatmosphäre und personelle Kontinuität – diese Ergebnisse und Eindrücke nahmen die AWO-Vertreter aus dem Neckar-Odenwald-Kreis von der AWO Bundeskonferenz in Berlin mit. Gabriele Teichmann, AWO-Kreisvorsitzende Neckar-Odenwald und Mitglied des Bezirksvorstands Baden, und Peter Maurus, Geschäftsführer des AWO Kreisverbands Neckar-Odenwald, waren als stimmberechtigte Vertreter bei der Bundeskonferenz und bewältigten in zwei Tagen ein großes Arbeitspensum. Trotzdem blieb noch Zeit, sich am Rande der Konferenz mit den Gastrednern aus der Politik, dem SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), auf ein Gespräch zu treffen.




„Mich hat begeistert, dass Sigmar Gabriel die Bedeutung der AWO für Deutschland herausgestellt hat“, sagt Gabriele Teichmann. „Er meinte, dass die Menschen in der AWO soziale Werte sichern und tragen. Das Rentenkonzept der AWO wurde – ganz aktuell beschlossen – sofort an den Parteikonvent der SPD geschickt, der zeitgleich tagte. Daran erkennt man die Wichtigkeit der AWO-Beschlüsse.“ Dieses Konzept fordert eine radikale Umkehr in der Rentenpolitik über eine umfassende Solidarität der gesamten berufstätigen Bevölkerung: Auch Beamte und Selbstständige sollen danach in die Rentenversicherung einzahlen, um allen Rentenversicherten ein einträgliches Auskommen zu sichern. Gleichzeitig soll die Rentenabsenkung auf 43 Prozent unterbleiben. Damit Renten armutsfest werden, fordert die AWO eine Stärkung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, also eine Eindämmung der Mini- und Midijobs, die immer mehr Menschen im Alter in soziale Notlagen entlassen. Außerdem fordert die AWO Bundeskonferenz einen Sozialtarif Strom und Hilfe für arme Menschen bei der Rückzahlung von Stromschulden. „Strom darf nicht zum Luxus werden“, so die AWO Bundeskonferenz.

Als Geschäftsführer der AWO Neckar-Odenwald gGmbH mit etwa 200 Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen ist Peter Maurus beeindruckt von der Geschäftstätigkeit im AWO Bundesverband, die bei der Konferenz zur Sprache kam: „In den vergangenen vier Jahren wurden bundesweit bei der AWO 18.000 neue Arbeitsplätze eingerichtet, sodass jetzt etwa 173.000 Menschen beim Arbeitgeber AWO beschäftigt sind“, berichtet er. „Damit hat die AWO ihre Position als großer Arbeitgeber in Deutschland ausgebaut und beschäftigt weit mehr Menschen als beispielsweise die Weltfirmen Daimler oder Bosch.“ Die AWO Bundeskonferenz beschloss eine Selbstverpflichtung der AWO zum Wertegebundenen Unternehmen mit Einhaltung von Mindestlöhnen und Tarifbindung aller Beschäftigten. Die AWO engagiert sich für einen Entgelttarifvertrag Soziales, der alle Tätigkeitsfelder der Wohlfahrtspflege einbezieht und fordert alle anderen Verbände der freien Wohlfahrtspflege dazu auf, sich dieser Initiative anzuschließen.

Infos im Internet:
www.awo.org

www.buko2012.awo.org

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