Sonnenhaus – Das 1-Liter-Haus der Komfortklasse

Sonnenhaus

Immer wieder organisiert Uwe Ristl von der Energieagentur des Neckar-Odenwald-Kreises (ean) interessante Seminare in der Reihe Energieforum Zukunft. Aktuell stand in der Alten Mälzerei Mosbach das „Sonnenhaus“ im Mittelpunkt. Dazu eingefunden hatten sich (von links) unter anderen Landrat Dr. Achim Brötel, Oberbürgermeister Michael Jann, Mosbach, Referent Dipl.-Ing. Thomas Hartmann, Geschäftsführer Uwe Ristl ean und Jochen Lang von der Akademie der Ingenieure (Foto: LRA)

Mosbach. (lra) „Das Sonnenlicht ist eine Ressource, die unbegrenzt zur Verfügung steht. Und die Sonne schickt vor allem auch nie eine Rechnung…“ Damit fasste Landrat Dr. Achim Brötel zusammen, was ein „Sonnenhaus“ so interessant macht. Und weil es so interessant ist, widmete die Energieagentur des Neckar-Odenwald-Kreises diesem Thema in Zusammenarbeit mit  der Akademie der Ingenieure und der Ingenieurkammer Baden-Württemberg ein eigenes Seminar in der Reihe Energieforum Zukunft.




Der Landrat eröffnete das Seminar in der Mosbacher Alten Mälzerei, zu dem sich Architekten, Ingenieure, Energieberater, Handwerker und Behördenvertreter eingefunden hatten: „Sonnenhäuser verbinden gleich mehrere wichtige, innovative und vor allem zukunftsweisende Ansätze miteinander: die Nutzung Erneuerbarer Energien, die Verwendung natürlicher Bausubstanzen als Ersatz für die Wärmedämmung  und eine moderne Haustechnik.“ Auch Mosbachs Oberbürgermeister Michael Jann begrüßte angesichts der Fülle von Neuerungen auf dem Gebiet des zukunftsorientierten Bauens und Sanierens ein richtungweisendes Seminar, das Klarheit schaffe.

Tatsächlich ist es nicht nur Wunschdenken, sondern auch technisch möglich, ein Haus überwiegend mit Sonnenenergie zu versorgen. Sonnenhäuser decken ihren Jahreswärmebedarf zu einem Großteil durch Sonnenenergie und unterscheiden sich damit grundlegend vom Passivhaus, bei dem die Wärmedämmung im Mittelpunkt steht. Das Sonnenhaus bietet die Möglichkeit, mindestens 50 Prozent des Jahreswärmebedarfes des Gebäudes durch die Sonne zu decken. Manche Architekten und Ingenieure halten sogar einen solaren Deckungsgrad von 60 bis 70 Prozent für möglich.

Thomas Hartmann, Geschäftsführer der Hartmann Energietechnik GmbH aus Rottenburg-Oberndorf und Gründungsmitglied des Sonnenhaus-Institutes e.V. referierte im Laufe des Nachmittags anschaulich und praxisbezogen über Voraussetzungen, unterschiedliche Techniken, Förderprogramme und die Möglichkeiten, auch im Bestand entsprechende Pläne umzusetzen: „Wichtig ist immer, dass das Kollektorfeld eher steil (45 -80°) steht. Dann kann es die Wintersonne besser nutzen und überhitzt im Sommer nicht. Ein großvolumiger Pufferspeicher ergänzt die Anlage – auch im Bestand, wenn der Platz dafür vorhanden ist.“

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: