Zivilcourage lohnt sich

Zivilcourage lohnt sich

(Foto: Liane Merkle)

Langenelz. (lm) „Zivilcourage lohnt sich!“ Unter diesem Motto stand eine wirklich besondere und leider auch sehr seltene Ehrung dieser Tage im Mittelpunkt der Langenelzer Ortschaftsratssitzung.

Eigentlich hatte der „Verein zur Förderung der Kommunalen Kriminalprävention im Neckar-Odenwald-Kreis – Sicherer NOK“ den Zivilcouragepreis für „Mensch wie Du und ich, die handeln statt wegsehen“ ins Leben gerufen und für 2012 auch bereits an 14 verdiente „Tu was – Zivilcourage-Menschen“ verliehen. Doch an diesem Tag konnten weder Mudaus Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, noch Hans Slama als Ortsvorsteher von Langenelz wegen einer Gemeinderatssitzung dieser Würdigung beiwohnen. Da sie der Meinung waren, dass Andrea Schölch als eine dieser 14 Geehrten gebührende Achtung ihrer mutigen Handlung mehr als verdiene, schlossen sie sich mit der gemeindeeigenen Ehrung mit lobenden Worten und Präsenten im Rahmen der öffentlichen Ortschaftsratssitzung an.

Hans Slama erläuterte, dass Andrea Schölch aus Langenelz mit ihrem beherzten Eingreifen der Gemeinde sehr viel Ärger und Kosten erspart habe. Sie hatte beobachtet, wie eine Person in der Nähe des Rathauses aus einem Fahrzeug stieg und eine in der Nähe befindliche Holzfigur, die Autofahrer zum Langsamfahren auffordern soll, beschädigte. Beherzt verfolgte die junge Frau das verdächtige Fahrzeug bis zu einem Parkplatz, auf dem sich drei verdächtige Personen an den Leitplanken zu schaffen machten. Sie hatte den Mut, diese drei Übertäter zur Rede zu stellen, und nachdem sie mit Anzeige gedroht hatte, die Personalien festzustellen. Das brachte das Trio wohl einigermaßen zur Vernunft und nach Aussage der Polizei war es ihr zu verdanken, dass die Täter für den entstandenen Schaden aufkamen und der Dorfgemeinschaft kein finanzieller Verlust entstand.




„Dazu gehört schon eine gute Portion Mut!“ Dafür dankte ihr Ortsvorsteher Hans Slama im Namen der Dorfgemeinschaft und unter Beifall des Ortschaftsratsgremiums mit einem Präsent. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger lobte das resolute Handeln von Frau Schölch und wünschte sich für seine Gemeinde viele Nachahmer von so viel Beherztheit, denn diese Zivilcourage lohne sich vor allem für die Allgemeinheit. Er überreichte im Namen der Gemeinde Mudau ein ausführliches Dankschreiben und einen Präsentkorb.

Im weiteren wurden in der Sitzung die Anträge von Bauvoranfragen und Bauanträgen behandelt, die eine aus und ergiebige Diskussion über Christbaumkulturen, den demographischen Wandel (auch in der Landwirtschaft) und die innerörtliche Entwicklung nach sich zogen. Im Fazit will man von der Erschließung des neuen Wohngebietes absehen und sich dafür um die attraktivere Gestaltung des Ortes kümmern. Beginnen wird der Ortschaftsrat mit dem Besuch eines vom Land angebotenen Referate-Abends über die Möglichkeiten zur Stärkung des ländlichen Raums Ende Juni in Lauda-Königshofen.

 

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