Tombola-Gewinne warten auf Abholung

Seckach. (lm) „Bitte prüft noch einmal eure Losnummer der Weihnachtsaktion“, bittet Bernhard Heilig als Vorsitzender des Seckacher Förderkreises „Leben braucht Wasser“. Noch immer wurde das Gros der Gewinne nicht abgeholt. Die Möglichkeit, seinen Gewinn aus der 1-Euro-Losaktion bei ihm nach tel. Rücksprache (0 62 92- 15 15, Seckach Finkenweg 4) abzuholen oder auch bei den Endnummern 11, 22, 33 usw. eine kostenlose Wurst bei der Adelsheimer Metzgerei Götz – auch Filiale Seckach – einzulösen und zu genießen, besteht noch bis 15. April. Folgende Gewinne warten noch auf ihr neues Zuhause: 12064 – 1 Reh küchenfertig zerlegt von Rainer Krug aus Üssigheim, 13564 und 11632 – je eine Weinprobe für 10 Personen bei Scheurich La Fleur in Walldürn, 11307 – 3 Massagen von der  Praxis für Krankengymnastik Carolin Grünwald-Beck und Ute Grünwald, 13139 – 50 Euro-Tankgutschein bei Fahrschule Paul Wohlfahrt, 10450 – 1 Satz Autoreifen wechseln inkl. Wuchten bei Reifenservice Wolfgang Lux in Bödigheim, 13473 – 50 Euro-Einkaufsgutschein bei Baustoffhandlung Schmitt in Großeicholzheim, 11952 – 30 Euro-Gutschein bei Frisierhexe Seckach, 11825 – 30 Euro-Gutschein für 2 Personen am Sonntagsbüffet des Adelsheimer Hofes, 10779 – 25 Euro-Gutschein Stadtbäckerei Trabold Osterburken, 11287/13144/12711 –je ein 25 Euro-Gutschein für das Hotel Prinz Carl Buchen, 10782 – 20 Euro-Gutschein Fa. Seitenbacher Buchen, 11953 – 1 Passbildset bei Fotografik Respondek Buchen, 14164 – 1 Kaffeegedeck für 2 Personen im Café Central Seckach und 10528 – dto aber Multivitaminsaft.

Doch es gibt auch viel Positives aus dem inzwischen zum dritten Mal aufgestockten Projekt „350 Pumpen für Peru“ zu berichten. Der Förderkreis „Leben braucht Wasser“ hat es sich zum Ziel gesetzt, die Ärmsten der Armen in Peru mit praktikabler Hilfe zu Selbsthilfe mit Wasser, auch mit gesundem Trinkwasser zu versorgen. Ein Ziel, das neben Ideen und finanzieller Ausstattung auch eine gehörige Portion „Umdenken durch Hygieneerziehung“ erfordert, also jede Menge Geduld und Hartnäckigkeit. Bisher hat der Förderkreis nach der Entwicklung der hand- oder fußbetriebenen Einfachstpumpen von Deutschland aus die Herstellung der Pumpen in Peru organisiert und finanziert, ebenso wie die dazugehörigen Brunnenbohrungen.




Ein ehrenamtlich tätiger Rentner findet vor Ort die geeigneten Bohrplätze und die Beantragenden neuer Pumpen bohren unter seiner Anleitung die bis zu zehn Meter tiefen Brunnen mühevoll per „Menpower“. Schon damit dürfte gewährleistet sein, dass sie „IHR“ eigenes Wasser und die Finanzierung von „Leben braucht Wasser“ zu schätzen wissen. Denn während die Materialkosten für eine Pumpe mit rd. 50 Euro gedeckt sind, kommen die Gesamtkosten mit Lohnkosten, Brunnenbohrung und Wartung vor Ort doch auf stolze 200 Euro je Pumpe. Als außerordentlich problematisch sieht Bernhard Heilig noch die Sensibilisierung auf „Gesundes“ Trinkwasser und Hygienegrundvoraussetzungen. „Das ist ein Erziehungsprozess, der gerade bei der peruanischen Mentalität Geduld und Zeit erfordert.“

Ebenso verhält es sich mit Aktivitätsnachweisen vor Ort, denn „Leben braucht Wasser“ will seinen kleinen und großen Geldgebern mit gutem Gewissen entgegen treten können. Was inzwischen durch ausführliches Bild- und Videomaterial aus Peru gewährleistet werden kann. Bernhard Heilig wird im September persönlich noch zu einem vierwöchigen Arbeits- und Kontrolleinsatz nach Peru reisen und danach alle Freunde und Förderer des Projekts an einem Infoabend über den Stand der Dinge informieren. Da man mit aktuell 200 angeschlossenen Pumpen zumindest die Grundversorgung an Bewässerung in Mocupe gesichert hat, wurde das Gebiet auf La Libertad ausgedehnt.

Außerdem beschäftigt sich das „Leben braucht Wasser“-Team derzeit sehr intensiv mit den Möglichkeiten einer praktikablen, zahlbaren und nachhaltigen Wasserreinigung. Bernhard Heilig sieht dabei in der Wunderpflanze „Moringa“, die auch Plan Verde erforscht, großes Potenzial. Die Pflanze gedeiht in der Wüste, wächst unglaublich schnell, ist ebenso unglaublich vitaminreich, man kann alles an ihr verwerten und möglicherweise auch eine einfache Möglichkeit der Wasserreinigung mit ihren Samen bewerkstelligen. Die Forschung läuft auf Hochtouren.

Infos im Internet:

www.lebenbrauchtwasser-ev.de/

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