Eiche erzielt sehr gute Preise

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Über den zweitteuersten Stamm der 35. Eichen- und Buntlaubholzsubmission des Hohenlohekreises und des Neckar-Odenwald-Kreises, eine  rund 180jährige Eiche aus dem  Distrikt  „Großer Wald“ südlich von Leibenstadt, freuten sich (von links): Revierleiter Jürgen Günther (Platzwart), Revierleiter Ralph Melzer (Adelsheim), Forstbetriebsleiter Martin Hochstein und Bürgermeister Klaus Gramlich aus Adelsheim. (Foto: LRA)

Osterburken. (lra) Am 25. März 2014 fand die 35. Eichen- und Buntlaubholzsubmission des Hohenlohekreises und des Neckar-Odenwald-Kreises in Osterburken, Kloster Schöntal und im Forstamt Künzelsau statt. Mit insgesamt 833 Festmetern (Fm) nahm die angebotene Holzmenge gegenüber dem letzten Jahr (533 Fm) deutlich zu. Die Preise gingen im Vergleich leicht zurück, was aber im Wesentlichen auf die größere Angebotsmenge und die etwas schlechteren Stammqualitäten zurückzuführen war.

An der Submission 2014 nahmen Forstbetriebe aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, dem Hohenlohekreis und auch aus dem Main-Tauber-Kreis teil. Den Schwerpunkt des Angebots bildete die Eiche mit 670 Fm (Neckar-Odenwald-Kreis 393 Fm), gefolgt von Esche mit 72 Fm (54 Fm), Roteiche mit 41 Fm (25 Fm) und Kirsche mit 27 Fm (19 Fm). Zusätzlich wurden in geringeren Mengen Elsbeere, Ahorn, Ulme, Nuss und Linde angeboten.

Das Holz ging an 20 Furnierhersteller, Säger, Fassholzkäufer und Holzhändler. Lediglich vier Lose mit insgesamt 7 Festmetern blieben ohne Gebot.

Der Durchschnittserlös bei der Eiche verringerte sich gegenüber dem Vorjahr leicht von 537 € je Fm auf 501 €. Diese Entwicklung war vor allem auf die geringere Qualität – auch bedingt durch die gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigerte Menge – zurückzuführen.




Das höchste Gebot je Festmeter insgesamt erbrachte eine Eiche aus dem Stadtwald Adelsheim mit 2078 €. Der Baum stammte aus einem 180jährigen Eichen-Buchen-Altholz des Distriktes „Großer Wald“ südlich von Leibenstadt und ist als ein Relikt der bis zum Jahr 1880 in den Kommunalwäldern großflächig praktizierten „Mittelwaldwirtschaft“ anzusehen. (Mittelwaldwirtschaft bezeichnete eine Kombination aus Stammholz- und Brennholzproduktion auf derselben Waldfläche). Diese Alteichen zeichnen sich durch eine helle Farbe und sehr gleichmäßigen Jahrringaufbau aus. Bei einer Masse von 2,04 Festmeter erbrachte der Stamm insgesamt 4239 € und war damit auch der teuerste Stamm des Neckar-Odenwald-Kreises und der zweitteuerste Stamm insgesamt.

Der teuerste Stamm der gesamten Submission stammte aus dem Staatswald des Hohenlohe-Kreises: Eine mächtige Eiche mit einem Durchmesser von 72 cm ohne Rinde und einer Länge von 9,0 m brachte bei einer Gesamtmasse von 3,66 Fm und einem Preis von 1192 € je Fm insgesamt 4363 € ein.

Die Förster waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden und der ebenfalls anwesende Adelsheimer Bürgermeister Klaus Gramlich nicht minder. „Eichenholz ist immer noch sehr gesucht, die Nachfrage nach guter Eiche übersteigt das Angebot bei weitem“, erklärte der Leiter der Forstbetriebsleitung Adelsheim, Oberforstrat Martin Hochstein. Leider würden aber die guten, erntereifen Eichen in den Wäldern des Landkreises immer seltener. Viele der Alteichen weisen inzwischen Holzschäden durch Ringschäle oder Pilzbefall auf, wodurch der Verkaufswert erheblich gemindert würde.

 

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