Waldbrunn erschließt neue Bauplätze

Waldbrunn. In seiner jüngsten Sitzung machte der Gemeinderat Waldbrunn den Weg frei, um im Ortsteil Oberdielbach den Bedarf an Bauplätzen für die kommenden zwei bis drei Jahre zu decken. Nachdem man in einer Klausurtagung im vergangenen November die Erschließung weiterer Wohnbauplätze diskutiert hatte, wurden nun in der Schulstraße im Rahmen einer sogenannten Einbeziehungssatzung sieben Grundstücke für die Bebauung erschlossen. Bereits Ende Januar hatte man die Eigentümer informiert und für die Mitwirkung geworben. Da zwei Eigentümer die Grundstücke selbst bebauen wollen, kann die Gemeinde nach der Erschließung fünf Bauplätze mit einer durchschnittlichen Größe von 620 qm vermarkten. Das Planungsverfahren durch das Büro IFK Mosbach soll bis zum Sommer abgeschlossen werden, sodass im Herbst die Erschließung beginnt und der Verkauf ab 2015 erfolgen kann. Nebeneffekt wird der Bau einer Ringleitung für die Wasserversorgung sein, sodass die Dielbach danach auch bei Störungen über eine unterbrechungsfreie Versorgung mit Trinkwasser verfügt. Die geschätzten Kosten für die Erschließung belaufen sich auf gut 180.000 Euro.

Nachdem sich das Gemeinderatsgremium für die Maßnahme in der Schulstraße ausgesprochen hatte, wurde das Büro IFK Mosbach mit der Planung beauftragt. Hierfür werden 4.800 Euro fällig.




Nachdem der Landtag im Jahr 2009 die Umstellung des Rechnungswesens der Gemeinden auf die Kommunale Doppik beschlossen hatte, befasste sich nun auch die Gemeinde Waldbrunn und der Gemeinderat mit dieser Thematik. Die als Doppik bezeichnete „Buchführung“ orientiert sich stark am kaufmännischen Rechnungswesen  und soll den Kommunen einen besseren Überblick über die Kostenstellen verschaffen. Einnahmen und Ausgaben werden ebenso erfasst wie der sogenannte Ressourcenverbrauch, also der Werteverlust kommunaler Immobilien. Dadurch soll die Gemeinde periodengenau wirtschaften können, um dadurch mehr Generationengerechtigkeit zu erreichen. Allerdings seien viele Gemeindeeinrichtungen ausschließlich durch Steuern finanziert, sodass die Doppik möglicherweise nicht greife, gibt die Verwaltung zu bedenken.  Dennoch wird die Gemeindeverwaltung nun in einem ersten Schritt das gesamte kommunale Vermögen erfassen und in einer Eröffnungsbilanz zusammen mit Kapital und Schulden darstellen. Am 01. Januar 2017 soll dann die Umstellung erfolgen, so der Beschluss des Kommunalparlaments.

Nachdem die Gemeinderäte der Annahme diverser Spenden zugestimmt hatten, informierte Bürgermeister Markus Haas das Gremium über die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs für den Wassermeister. Das alte Auto habe man aufgrund eines Defekts kurzfristig ersetzen müssen, so das Gemeindeoberhaupt.

Mit der Verlesung diverser Protokolle beendete Bürgermeister Markus Haas die kurze Sitzung. 

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