Biss mit Tücken – jetzt gegen FSME impfen

FSME-Impfquote im Neckar-Odenwald-Kreis im Landesvergleich sehr niedrig

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Kaum locken die ersten Sonnenstrahlen ins Freie, ist sie wieder aktiv: die Zecke. Mit ihrem Biss können die Zecken gefährliche Krankheiten übertragen wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Lyme-Borreliose. Der Neckar-Odenwald-Kreis gehört laut Robert-Koch-Institut zu den FSME-Risikogebieten in Deutschland. Da es keine Therapiemöglichkeiten gibt, empfehlen die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut) und die AOK Rhein-Neckar-Odenwald allen, die sich häufig in der Natur aufhalten, eine FSME-Schutzimpfung. Diese wird von den Krankenkassen bezahlt.




Landesweit lassen sich nur 21,6 Prozent der Versicherten gegen FSME, die eine Gehirnhaut- oder Rückenmarkentzündung zur Folge haben kann, impfen. Im Neckar-Odenwald-Kreis ist die Impfquote mit 16,6 Prozent sogar noch niedriger und die drittniedrigste Impfquote im Vergleich aller Kreise in Baden-Württemberg. Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg, empfiehlt gerade älteren Menschen, die sich viel in der Natur aufhalten, eine Impfung und besondere Aufmerksamkeit: „Insbesondere ältere Männer mit zusätzlichen Herz-Kreislauf-Problemen sollten sich bei Gartenarbeiten oder nach einem Aufenthalt in der Natur stets sorgfältig auf Zecken absuchen. Gerade diese Gruppe unterschätzt oder verdrängt gerne das Risiko und ist dann lebensbedrohlich betroffen.“

Da zwei Drittel aller FSME-Fälle in den Monaten Juni bis August auftreten und zwei Impfungen zeitlich versetzt verabreicht werden müssen, ist es jetzt höchste Zeit, sich impfen zu lassen. Nur so kann der Schutz in den Sommermonaten auch in diesem Jahr noch gewährleistet werden. So lassen sich der Campingausflug, die Fahrradtour oder die Gartenarbeit noch besser genießen.

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