CDU bestätigt Kreisvorstand


Über 200 Mitglieder fanden sich in Neckarburken ein – Kreisvorstand gewählt
Neckarburken.
(pm) Mit der Wahl des Kreisvorstands und mit der Beratung und Verabschiedung von Anträgen, Resolutionen und Entschließungen wurden die Weichen für die Arbeit der nächsten Jahre gestellt. Im Mittelpunkt des Kreisparteitages standen neben den Neuwahlen des Kreisvorstandes die Berichte der Abgeordneten aus den Parlamenten. Mit seiner Begrüßung und der Einführung in die vorgesehene Tagesordnung eröffnete Kreisvorsitzender Ehrenfried Scheuermann den Parteitag. Für den verhinderten Elztaler Gemeindeverbandsvorsitzen Max Staudenmaier überbrachte Siegfried Uhl die Grußworte des gastgebenden CDU-Verbandes.
Kreisvorsitzender Ehrenfried Scheuermann ging in seinem Rechenschaftsbericht auf die vergangenen zwei Jahre ein und gab einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen. So erläuterte Scheuermann, dass nach dem Wechsel von Kreisgeschäftsführer Reinhold Meisel im Jahr 2010, mit der Wahl von Markus Haas als Bürgermeister der Gemeinde Waldbrunn im vergangenen Jahr erneut die Suche nach einem Kreisgeschäftsführer anstand. Mit dem 24jährigen Jan Inhoff habe man sich für einen tatkräftigen, engagierten und kommunikativen jungen Mann entschieden. Die Feuerprobe habe er mit der Bundestagswahl im Herbst 2013 hervorragend gemeistert. Die Delegierten dankten das Engagement Inhoffs mit einem kräftigen Applaus.

Bei der Bundestagswahl sei die CDU bei den Erst- und bei den Zweitstimmen deutlich über fünfzig Prozent gekommen. Das ist der Verdienst von Alois Gerig und von jedem einzelnen Mitglied, so Scheuermann.
Als dringend notwendig bezeichnete der Kreisvorsitzende die Bewältigung der Umstrukturierung und die Folgen des demographischen Wandels. Er hielt den Mitgliedernachwuchs aus den Reihen der JU für ebenso wichtig wie die Werbung von Mitgliedern aus den verschiedenen Altersgruppen. Eigens hierfür wurde ein „Aktionsteam“ um Otto Hemberger berufen, welches sich intensiv um die Gewinnung von Mitgliedern kümmert. Im Anschluss wartete Kreisschatzmeister Jens Wittmann mit dem Kassenbericht auf, Ludwig Löffler und Franz Prokosch bestätigten als Kassenprüfer die einwandfreie Kassenführung und ihrem Antrag auf Entlastung wurde einstimmig entsprochen.

Bei der Neuwahl des Kreisvorstandes wurde Ehrenfried Scheuermann (Walldürn) mit großer Mehrheit als Vorsitzender ebenso wiedergewählt wie Bernd Rathmann (Buchen), Ines Tungl (Osterburken) und Dr. Thomas Ulmer (Mosbach) als seine Stellvertreter. Bestätigt als Schatzmeister wurde Jens Wittmann (Fahrenbach) und als Schriftführerin Ursula Staudinger (Neckarzimmern), als Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde Markus Haas (Waldbrunn) mit 100% und somit als Stimmenkönig des Abends in das Amt gewählt und als neuer Internetbeauftragter fungiert Fabian Berger (Walldürn).

Als Beisitzer im Kreisvorstand wurden gewählt: Dr. Achim Brötel (Buchen), Ariane Spitzer (Mosbach), Angela Grimm (Neunkirchen), Norman Link (Neckargerach), Gabriele von Gemmingen (Haßmersheim), Jutta Gramlich (Adelsheim), Mark Fraschka (Mosbach), Dr. Norbert Rippberger (Mudau), Host Weber (Ravenstein), Werner Baier (Mosbach), Alois Johmann (Limbach), Bernhard Bangert (Limbach), Manuela Linz-Liebig (Aglasterhausen), Heike Roth (Mosbach) und Rainer Houck (Schefflenz). Kassenprüfer sind Ludwig Löffler und Andreas Geier.

Als Überraschungsgast des Abends sprach der Landrat des Partner-Landkreises Görlitz und stellvertretender Landesvorsitzender der CDU in Sachsen, Bernd Lange. Lange dankte für die langjährige Unterstützung aus dem Westen und versprach, dass das Land Sachsen ab dem Jahr 2019 keine neuen Schulden mehr mache. „Mit der Schuldenbremse werden die nachfolgenden Generationen entlastet“, so Lange überzeugt.

Mit Kurzberichten aus den Parlamentsfraktionen wartete zunächst Bundestagsabgeordneter Alois Gerig auf, der auch für seine anwesenden Kolleginnen Margaret Horb MdB und Nina Warken MdB sprach. Mit einem Ergebnis von landesweit über 46 Prozent bei der Bundestagswahl zeigten die Menschen in Baden-Württemberg, dass sie grün-rot nicht wollen. Es sei unverständlich, dass die Bundes-Grünen bei den anstehenden Aufgaben jetzt alles schlecht reden würden, damals aber die Koalitionsgespräche einfach abgebrochen und sich der Chance der Regierungsverantwortung nicht gestellt hätten. Gerig sehe für den ländlichen Raum eine Chance als Nutznießer der Energiewende und machte den Wert der alternativen Energien deutlich

CDU-Landtagsfraktionsvorsitzender Peter Hauk MdL äußerte sich kritisch zur Arbeit der grün-roten Landesregierung. „Der vernachlässigte Straßenbau ist ein Armutszeugnis. Satte 50 Mio. Euro hätten verbaut werden können, aber der grüne Verkehrsminister hat sich das Geld einfach durch die Lappen gehen lassen.“ Zuerst wäre beklagt worden, es seien keine finanziellen Mittel vorhanden, dann werden mindestens 50 Mio. Euro an den Bund zurückgegeben. „Wer keine Straßen baut, der begeht einen Anschlag auf die Menschen im ländlichen Raum“, Hauk weiter. Die Polizei im Land habe sich stets bewährt, denn mit einer niedrigen Kriminalitätsrate und einer hohen Aufklärungsquote hätte man eine Spitzenposition im bundesweiten Vergleich inne gehabt. Dies sei jetzt aus reinem „Zentralismus-Ideologismus“ aufgegeben worden und es zeigen sich schon die ersten Auswüchse: Seit dem Regierungswechsel sinke die Aufklärungsquote bei Straftaten kontinuierlich.

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(Foto: pm)

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