Hautkrebsgefahr wird oft unterschätzt

AOK rät zur Vorsorge

 

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Die Zahl der an Hautkrebserkrankten nimmt deutlich zu. Das zeigen die Zahlen der AOK Rhein-Neckar-Odenwald auf der Basis ihrer Versicherten im Neckar-Odenwald-Kreis. Dort waren 2013 139 Versicherte an bösartigem Melanom, dem sogenannten Schwarzen Hautkrebs, erkrankt.

Waren 2007 lediglich 75 AOK-Versicherte im Neckar-Odenwald-Kreis wegen Hautkrebs in Behandlung, so waren sechs Jahre später bereits 139 Menschen erkrankt. „Besonders auffällig ist ein sprunghafter Anstieg zwischen 2007 und 2009“, informiert Stefan Strobel, Chef der AOK Rhein-Neckar-Odenwald.

[wp_bannerize group=“336“] Während in Baden-Württemberg die Zahl der Hautkrebspatienten durchschnittlich um 7,9 Prozent pro Jahr zunimmt, sind es im Neckar-Odenwald-Kreis 13,5 Prozent Wachstumsrate. Dies ist einer der höchsten Werte landesweit.

„Wir erklären uns diese beträchtliche Steigerung auch mit der Einführung des Hautkrebsscreenings als Vorsorgeuntersuchung“, so Strobel. Dadurch werde Hautkrebs früher und häufiger erkannt. Leider nutze die Möglichkeit der kostenfreien Hautkrebsvorsorge bisher nur jeder Dritte.

Hautkrebs ist eine Erkrankung, die zunächst keine Beschwerden verursacht. „Deshalb gilt sie als besonders tückisch“, berichtet der AOK-Geschäftsführer. Das Melanom ist ein bösartiger Tumor der Pigmentzellen. Als Hauptverursacher gilt das UV-Licht der Sonne. Nach Schätzungen erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 200.000 Menschen an hellem und etwa 15.000 an schwarzem Hautkrebs.

Die AOK rät dazu, sich vor der schädlichen Wirkung des Sonnenlichts zu schützen. Je häufiger und länger sind Menschen der UV-Strahlung aussetzen, desto größer ist das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. „Die Anzahl der Versicherten, die sich wegen Hautkrebs in Behandlung befinden, steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Dabei ist der Anteil der betroffenen Frauen in jüngeren Jahren höher als bei Männern. Diese sind dagegen im Alter häufiger betroffen“, so Stefan Strobel. Wie die AOK mitteilt, können für die Auswertung nur Versicherte ermittelt werden, die sich tatsächlich in ärztlicher oder stationärer Behandlung befanden. Die Dunkelziffer könnte weit höher sein.

Wenn der Hautkrebs frühzeitig erkannt wird, ist er in der Regel heilbar, viele schwere Krankheitsverläufe könnten vermieden werden. Die AOK bietet ihren Versicherten ein sogenanntes Hautkrebsscreening bereits ab 20 Jahre alle zwei Jahre an. Dabei untersucht ein Arzt, teilweise mit Auflichtmikroskop, die gesamt Hautoberfläche. Die AOK empfiehlt ihren Versicherten diese Vorsorgeuntersuchung zu nutzen und rät auch dazu, einen ausreichenden Sonnenschutz (mindestens Faktor 30) zu verwenden sowie auf lange Sonnenbäder, insbesondere in der Mittagssonne, zu verzichten.

 

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