Haushalt 2014 bricht mehrere Rekorde

Eintrittspreise der Katzenbuckel-Therme steigen

Waldbrunn. Nachdem der Gemeinderat die geplante Unterbringung von 48 Personen in zwei ehemaligen gastronomischen Betrieben, ging Bürgermeister Markus Haas zur weiteren Tagesordnung über.

Da stand erneut die Sanierung der Wilhelmstraße im Ortsteil Weisbach auf dem Programm. Da der Gemeinderat im Vorfeld diverse Varianten vorstellen ließ um mit einer kostengünstigen Ausführung Geld zu sparen, war man sehr erfreut darüber, dass die Firma Meny-Bau GmbH aus Mosbach mit 415.000 Euro etwa 50.000 Euro unter dem Haushaltsansatz blieb. Daher wurde der Auftrag einstimmig vergeben.

Anschließend wurden zwei Feuerwehrkameraden der Abteilungswehr Oberdielbach befördert, die beim Feuerwehrfest im Juni nicht dabei sein konnten. Dirk Johe wurde von Gemeindeoberhaupt Haas zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Christian Schäfer wurde zum Löschmeister ernannt.

Wurde dem Gremium bei der Auftragsvergabe bereits positive Zahlen vorgelegt, wurde die Zufriedenheit beim  Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2014  durch Bürgermeister Markus Haas und Kämmerer Joachim Gornik sogar noch gesteigert. Wie Haas betonte kann man auf ein Rekordjahr, eine Rekordzuführung und Rekordrücklagen blicken. Trotz aller Rekorde dürfe man aber nicht abheben, sondern auf dem Boden bleiben, auch wenn die positiven Zahlen möglicherweise Begehrlichkeiten wecken könnten, so der Verwaltungschef.

Auch Kämmerer Joachim Gornik warnte davor, den Weg der Konsolidierung zu verlassen. Aufgrund der höheren Einnahmen, die zum Teil aus Einkommenssteuerzuweisungen, aber auch aus besseren Gewerbesteuereinnahmen resultieren, habe man vielmehr ein Finanzpolster für das Jahr 2016 geschaffen. Man müsse deshalb weiterhin die Pflichtaufgaben im Auge haben, wenn es an Investitionen und Ausgaben gehe.




Einnahmen und Ausgaben beliefen sich im Jahr 2014 auf 14,5 Millionen Euro. Aufgrund gestiegener Einnahmen wie Zuweisungen (+105.000 Euro), Gebühren und Verkaufserlösen (+123.000 Euro) und Einsparungen bei Ausgaben (-178.000 Euro) konnte man eine Zuführungsrate in Höhe von knapp 1,8 Mio. Euro erwirtschaften, teilte Gornik mit. Die positive Entwicklung sei dafür verantwortlich, dass man trotz Investitionen in Höhe von 1,2 Mio. Euro erneut ohne Neuverschuldung ausgekommen ist. Demnach ergab sich eine Rücklagenzuführung in Höhe von 659.000 Euro, sodass man über einen Rücklagenbestand in Höhe von 2,33 Mio. Euro verfüge. Aufgrund der Haushaltsentwicklung ist die Pro-Kopf-Verschuldung auf 802 Euro (-58 Euro) gesunken.

Auch der Vermögenshaushalt 2014 ist auf 2,2 Mio. Euro (+133.000 Euro) gestiegen. Zu den wichtigsten Investitionen gehörten die Modernisierung des Bürgerhauses in Schollbrunn, Straßenbaumaßnahmen in Mülben, Oberdielbach und Waldkatzenbach.

Auch der Abwasserbeseitigungsbetrieb schrieb positive Zahlen und machte im fünften Jahr hintereinander Gewinn, so Joachim Gornik. Der Gewinn in Höhe von knapp 38.000 Euro wird in künftige Gebührenkalkulationen eingestellt. Auch der Wasserversorgung konnte im Jahr 2014 einen Gewinn erwirtschaften. Mit den 18.400 Euro werden ältere Verluste abgetragen, teile der Kämmerer den Gemeinderäte mit.

Nachdem es in der Junisitzung wegen der Gebühren der Katzenbuckel-Therme hoch hergegangen war, lag nun wie beschlossen, ein Vorschlag zur Abstimmung auf dem Tisch, den der Verwaltungsausschuss erarbeitet hatte. Durch diverse Gebührenerhöhungen, die zum 01. September in Kraft treten, sollen im Jahr 96.000 Euro Mehreinnahmen generiert werden. Bisher erwirtschaftet die Gemeinde mit der Katzenbuckel-Therme jährlich ein Defizit in Höhe von 600.000 Euro (wir berichteten).

Bevor Bürgermeister Markus Haas die Gemeinderäte in die Sommerpause verabschiedete, genehmigte das Gremium die Errichtung eines Mutterkuhstalls in Waldkatzenbach. Außerdem wurden Tiefbauleistungen für die Oberflächenbehandlung verschiedener Gemeindewege und Bauleistungen für die Straßenrisssanierung genehmigt. 

500 kbt

Seit 2010 waren die Preise stabil. Nun beschloss der Gemeinderat eine Erhöhung. Damit soll das jährliche Defizit gesenkt werden. (Foto: Hofherr)


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4 Kommentare

  1. Sinnvoll wäre es, den Preis für die Jahreskarten zu senken! Der ist viel zu hoch und lohnt sich als Nicht-Waldbrunner nicht. Außerdem ist das gastronomische „Angebot“ leider bescheiden.

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