CDU-Fraktion begrüßt „Hardheimer Knigge“

Landkreis nimmt sich Sprachförderung bei Asylbewerbern vor

Neckargerach. (pm) Zur Vorbereitung auf die Kreistagssitzung traf sich die CDU-Kreistagsfraktion im Rathaus Neckargerach, wo Bürgermeister Norman Link die Gemeinde vorstellte. Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Neser informierte über die Grundzüge des nächsten Kreishaushalts, in dem sich auch die Flüchtlingsthematik widerspiegelt.

Eingangs befasste man sich mit den Pressereaktionen auf die „Benimmregeln“ der Gemeinde Hardheim (NZ berichteten), welche die CDU-Fraktion für richtig hält. „Wer Grenzen setzen will, muss rechtzeitig Regeln aufstellen“, war der einmütige Tenor. „Die Aufgeregtheiten der Hauptstadtpresse“ könne man nicht nachvollziehen; die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung finde die „Benimmregeln“ richtig. Vorsitzender Neser informierte auch darüber, dass der Landkreis über die Landkreistochter Digeno eine Zentralstelle für Sprachförderung und Präqualifikation bei Asylbewerbern und Flüchtlingen geschaffen hat. Der schnelle Erwerb der deutschen Sprache sei von grundlegender Bedeutung  für eine gelingende Aufnahme und Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen. Vom Erwerb deutscher Sprachkenntnisse hänge insbesondere auch ab, ob die Qualifikation von Migranten mit Aufenthaltsperspektive für den deutschen Arbeitsmarkt genutzt werden kann. Die Stelle wird zunächst über drei Jahre mit rund 200.000 EUR pro Jahr auch aus Mitteln der Digeno finanziert.

Die CDU-Fraktion begrüßte die schnelle Einrichtung durch den Landkreis, die es wohl andernorts noch nicht gibt. Damit könne auch die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit unterstützt werden. Arbeitsschwerpunkte sind: die ehrenamtliche Sprachförderung für Flüchtlinge, weiterführende Sprachangebote für Flüchtlinge sowie solcher mit Aufenthaltsperspektive und der Aufbau einer Sprachmittlerbörse. Unter der Tel.Nr. 06261/67389 bzw. Mail Emilia.Kulis@digeno.de ist die zuständige Mitarbeiterin erreichbar.

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1 Kommentar

  1. „die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung finde die „Benimmregeln“ richtig“

    was für eine gequirlte sch… hat die cdu nok eine umfrage in auftrag gegeben, die beweisen würde, dass die mehrheit es gut findet, wenn man den flüchtlingen unterstellt, sie kämen aus dreckigen ländern, indem man sie mit ausrufezeichen ankläfft: „Deutschland ist ein sauberes Land und das soll es auch bleiben!“ oder unterstellt, sie kämen aus kulturkreisen, wo diebstahl akzeptiert ist: „In Deutschland respektiert man das Eigentum der anderen.“

    widerlich, wie sich die cdu nok bei npd- und afd-wählern anbiedert.

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