Neckarsulm wehrt sich gegen Flüchtlinge

Oberbürgermeister Joachim Scholz und Ortschaftsrat befürchten Überforderung des 1300-Einwohner-Stadtteils
  Neckarsulm. (snp) Die Stadt Neckarsulm wehrt sich geschlossen gegen die Pläne des Landratsamtes, eine Lager- und Produktionshalle in der Dieselstraße 6 im Stadtteil Dahenfeld für die vorläufige Unterbringung von 120 bis 130 Flüchtlingen zu nutzen. „Vor allem die Sorge des Ortschaftsrates, dass diese hohe Zahl von Flüchtlingen zu einer kompletten Überforderung der Ortschaft Dahenfeld führen würde, halte ich für zutreffend“, betont Oberbürgermeister Joachim Scholz in einem Schreiben an Landrat Detlef Piepenburg. Aus diesem Grund lehnt OB Scholz die vorläufige Unterbringung einer so hohen Zahl an Flüchtlingen in Dahenfeld ab. Der Stadtteil Dahenfeld zählt aktuell 1327 Einwohner (Stand: 31. Januar 2016).
 
 Der Ortschaftsrat hatte zuvor bereits die Unterbringung von bis zu 130 Flüchtlingen in Dahenfeld im Hinblick auf die dörflichen Strukturen in dem Stadtteil als „völlig unverhältnismäßige Maßnahme“ bezeichnet und einstimmig abgelehnt. Diesem Argument schließt sich Joachim Scholz an. „Eine vorläufige Unterbringung von Flüchtlingen in der geplanten Größenordnung entspräche einem Anteil von rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung.“ Die Dahenfelder Bevölkerung sei grundsätzlich bereit und motiviert, Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren, wie der OB in dem Schreiben weiter ausführt. „Wenn deren Zahl ein verträgliches Maß bezogen auf die Gesamtbevölkerung nicht überschreitet.“ Nach Ansicht des Ortschaftsrates Dahenfeld ist eine Zuweisung von ein bis zwei Prozent der Einwohnerzahlen eine vertretbare und auch in anderen kreisangehörigen Gemeinden übliche Größenordnung.
 
 Der Ortschaftsrat Dahenfeld hat die grundsätzliche Bereitschaft zur Aufnahme von Asylbewerbern in einer Sondersitzung betont. „Die Unterbringung von Eltern und Kindern mit dauerndem Bleiberecht wäre nicht nur leistbar, sondern könnte für das Dorf längerfristig sogar gewinnbringend sein“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme des Ortschaftsrates. „Auch die vorläufige Unterbringung von alleinstehenden Männern ist zu akzeptieren, solange die Größenordnungen stimmen.“ Gegen die geplante Unterbringung von 120 oder mehr Flüchtlingen formiert sich derzeit eine Bürgerinitiative in Dahenfeld.

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3 Kommentare

  1. Es ist widerlich. Aus immer mehr Löchern kriecht der ausländerfeindliche Mob.
    Ich schäme mich für eine solch reiche Stadt. Fragt mal in Hardheim. Da sind 700 Flüchtlinge auf 4.500 Bürger.

    • dann nimm du die auf den andere möchten sich noch frei und ohne angst bewegen können,,,wir haben obdachlose die aus pech im nichts gelandet sind,die leben auf der strasse,,warum hilft unseren leuten keiner??leute arbeiten ihr leben lang und müssen im hohen alter noch zeitungen austragen weil es nicht zum leben reicht sonst,,was ist damit,,nichts oder

    • Stimmt, gegen zig Millionen Gewerbesteuern von Audi, Lidl usw. wehrt man sich dort nicht.

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