Jutta Schüle – Behindertenbeauftragte des Kreises

Mobilität und Zugang zu Kultur als wichtige Ziele:


(Foto: privat)

Mosbach.  (lra) „Alle inklusive“ lautet das Motto von Jutta Schüle, die seit Oktober die Beauftragte des Landkreises für die Belange von Menschen mit Behinderungen ist. Nach Stationen im Jugendamt und im Geschäftsbereich Soziale Hilfen war die in Billigheim geborene Diplom-Sozialpädagogin in den vergangenen elf Jahren in der Eingliederungshilfe des Landratsamtes tätig und hat dabei die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung mitaufgebaut. Nicht zuletzt aber auch mit ihren Qualifikationen als Trainerin für interkulturelle Kompetenzen sowie Coaching, Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung konnte Schüle bei ihrer Bewerbung im Juli vor dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales punkten. Das Landratsamt möchte die neue Beauftragte einer breiten Öffentlichkeit vorstellen:

Was war Ihre Motivation, sich für die Stelle zu bewerben?
Schüle: Ich kenne aufgrund meiner Berufserfahrung die Wünsche, aber auch die Probleme von Menschen mit Behinderungen. Für mich persönlich ist es selbstverständlich, dass wir Menschen mit verschiedenen Grundvoraussetzungen sind. Dies gilt aber noch nicht für alle. Um ein gutes Miteinander zu ermöglichen, muss die Gesellschaft nun Bedingungen schaffen, damit beeinträchtigte wie auch nichtbeeinträchtigte Personen gleichermaßen ihren Alltag gemeinsam gestalten können.

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Ihr neues Aufgabengebiet ist ebenso wie das Thema Inklusion breitgefächert. Wo setzen Sie persönlich Prioritäten?
_Schüle: _Bis heute wurde großartige Arbeit in diesem Bereich im Kreis geleistet. Diese möchte ich selbstverständlich weiterführen. Dabei sind mir die Punkte Barrierefreiheit und Mobilität äußerst wichtig. Denn Mobilität schenkt behinderten Menschen Autonomie und Normalität, sie müssen niemanden bitten, sie zu fahren oder zu begleiten. Ebenso sehe ich den freien Zugang zu Bildung, Kultur, Kommunikation und Sprache als Ziel. Zunächst wird aber das Knüpfen von Kontakten ein zentraler Aspekt sein. Ich werde mich in meiner neuen Rolle mit den Bürgermeistern genauso in Verbindung setzen wie mit den Diensten und Trägern der Behindertenhilfe, Vertretern der Wirtschaft sowie Vereinen und Initiativen im Kreis. So möchte ich den Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen anregen und fördern, Berührungsängste abbauen und damit nachhaltig an einer wirklich inklusiven Gesellschaft arbeiten.

Wie sind Sie für Menschen mit Behinderungen erreichbar?
Schüle: Als unabhängige Beratungsstelle des Landkreises bin ich für Menschen mit Behinderungen telefonisch, per E-Mail oder in einem barrierefreien Sprechzimmer im Landratsamt da. Ich werde mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und mich gezielt in individuelle Lagen versetzen. Dies wird von Fall zu Fall eine Herausforderung für mich darstellen. Doch diese scheue ich nicht, ich nehme sie gern an und freue mich darauf.

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