Nicht gesucht, dennoch gefunden

Goldene Hochzeit Sammet
Goldene Hochzeit Sammet

(Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Sie haben sich nicht gesucht und trotzdem am 02. Juli 1973 beim Sportfest in Altheim gefunden, bereits eineinhalb Jahre später verlobt und waren sicher, weshalb sie sich am 24. September 1976 auf dem Mudauer Standesamt und einen Tag später in der Altheimer Kirche das Ja-Wort gaben!

Die Rede ist von Gerhard und Hildegund Sammet, die am Freitag auf ihre Hochzeit vor 50 Jahren zurückblicken, bei der das „feierliche Begleitprogramm“ leider krankheitsbedingt weit weniger festlich ausgefiel als geplant.

Aus diesem Grund und weil die beiden tierlieben Schaffer seit über einem halben Jahrhundert ganz einfach wie Topf und Deckel als Einheit harmonieren und funktionieren, feiern sie ihre Jubelhochzeit mit allem, was dazugehört – beginnend am Samstag mit einem Festgottesdienst unter Leitung von Pfarrer Frederik Reith, gesanglich umrahmt vom Chor Euphoria in der Pfarrkirche „St. Pankratius“.

Und zusammen mit ihren vier Kindern und fünf Enkelkindern freuen sie sich auf „ihren“ Tag. Gerhard Sammet wurde am 27. September 1952 in Mudau geboren, wo er aufwuchs und die Hauptschule besuchte. Nach dem Schulabschluss absolvierte er die Ausbildung zur Maschinenschlosser bei der Buchener Firma Göttfert, wo er auch als Geselle bis 1976 arbeitete, lediglich unterbrochen vom Bundeswehrdienst in Diepholz bei Bremen und in Goslar i.Harz.

Als er diese Stelle verlor, überbrückte er ein halbes Jahr bei der Firma Kühltruhen-Sigmund in Lohrbach, bevor er im Dezember 1976 bei der Mudauer Firma Forst- und Landmaschinenbau Noe seine „Lebensstellung“ fand. Auch heute noch – mehr als elf Jahre nach Rentenbeginn engagiert er sich aus vollem Herzen mit Hausmeisteraufgaben bei der Firma, die in direkter Nachbarschaft zu seinem Wohnhaus angesiedelt ist.

Er war 15 Jahre im Mudauer Ortschaftsrat und fünf Jahre im Gemeinderat aktiv, außerdem Gründungsmitglied, Kassier, 1. und 2. Vorstand zusammen mit der ganzen Familie im Kleintierzuchtverein Mudau überdurchschnittlich engagiert, und erfolgreich beim Ausrichten und in der Teilnahme an regionalen und überregionalen Kaninchenausstellungen, schaffte es 1995 sogar zum Bundesmeister. In seiner knapp bemessenen Freizeit war er begeistert beim Fußball und in der Kolpingfamilie, reitet und betätigt sich als Schäfer.

Hildegund Sammet wurde am 15. April 1955 in Altheim geboren, wo sie auch die Grund- und Hauptschule besuchte, bevor sie die zweijährige Wirtschaftsschule in Walldürn absolvierte. Danach arbeitete sie neun Jahre lang bei der Volksbank Walldürn und als die Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, fand sie kurzfristig eine Beschäftigung beim MDSG-Materialdepot in Buchen bevor sie sich für die zehnmonatige Weiterbildung in der EDV entschied, um als Sachbearbeiterin in der örtlichen Forst- und Landmaschinenbaufirma Noe – ebenso wie ihr Mann bis zu Rentenbeginn und darüber hinaus noch als geringfügig Beschäftigte in der Nachbarschaft wirkte.

Außerdem liebt sie ihren großen Gemüsegarten und das Singen im Chor Euphoria – und zwar seit den Musical-Proben zum Löwenkönig. Sie begeistert sich für Kreuzworträtsel, Sodoku, Lesen, Radfahren, Schwimmen und Funktionstraining und den TSG-Sport.

Doch damit nicht genug, bewirtschaften die beiden Schaffer ihre nebenberufliche Landwirtschaft auf ca. drei Hektar Land, und zwar in der Hauptsache als Futterquelle für ihren großen „Tierpark“, der neben Pferd und Pony Schafe, Hühner, Kaninchen, Vögel, Katzen und einen Hund beinhaltet und gerne von den Kindergartenkindern besucht wird.

Den zahlreichen Glückwünschen der großen Familie und unzähligen Freunden zur Jubelhochzeit schließt sich unsere Redaktion nachträglich gerne an.

Werbung

Umwelt

Von Interesse