Die Bilder zeigen die neue Vorstandschaft mit den Geehrten (oben) und die neue, junge Vorstandschaft des Kirchenchors St. Martin. (Fotos: Liane Merkle)
Kirchenchor St. Martin vollzieht Generationswechsel – Schwieriges Jahr hervorragend gemeistert
Steinbach. (lm) Der Kirchenchor „St. Martin“ Steinbach hat den Übergang in eine neue Ära erfolgreich gestaltet: Die Vorstandschaft wurde in jüngere Hände übergeben, der familiäre Charakter des Klangkörpers blieb erhalten. „Alles richtig gemacht!“ – Diese Einschätzung teilten auch die Rednerinnen und Redner in ihren Grußworten.
Pater Robin, Ortsvorsteherin Isabell Litric, ihr Amtsvorgänger Heiner Müller und Chorleiter Martin Schreiner bedankten sich für die erfolgreiche Arbeit. Sie würdigten den funktionierenden Chor, der zahlreiche Gottesdienste und Veranstaltungen bereichert und den Menschen Freude bereitet.
Wie bei den Jahreshauptversammlungen des Vereins üblich, begann der Abend mit einem gemeinsamen Pizzaessen. Sängerinnen und Sänger kamen dabei in entspannter, familiärer Atmosphäre zusammen. Der erste Vorsitzende Alois Landeck begrüßte neben den bereits Genannten besonders den Ehrenchorleiter Gerd Münch.
Anschließend erinnerte er daran, dass der Chor auf ein schwieriges Jahr zurückblicke, das von zahlreichen längeren Krankheitsfällen und dem plötzlichen Tod der Sängerin und Schriftführerin Silke Müller geprägt gewesen sei. „Somit verstarben in dreieinhalb Jahren drei aktive Sängerinnen, die alle auch in der Vorstandschaft tätig waren.“
Zugleich freute sich Landeck, dass mit Martin Schreiner aus Aglasterhausen ein kompetenter und engagierter Chorleiter gefunden worden sei und außerdem gleich zwei neue Chormitglieder zum Verein gestoßen seien. Denn, so Landeck: „Ein Kirchenchor lebt nicht nur von Stimmen und Liedern, sondern vor allem von Menschen, die mit Herz, Zeit und Treue Gemeinschaft gestalten.“
Er dankte der Vorstandschaft für die fruchtbare und unkomplizierte Zusammenarbeit sowie den Sängerinnen und Sängern für ihre Treue und den regelmäßigen Probenbesuch. Dadurch habe der Chor seine Aufgaben in vollem Umfang erfüllen können. „Singend die Botschaft Christi verkünden, das ist und bleibt unsere Aufgabe. Nur was aus dem Herzen kommt, gelangt auch in die Herzen der anderen.“
Jahresbericht: 55 Proben und fünf Auftritte
Schriftführerin Sonja Hofmann blickte in ihrem Bericht auf das ereignisreiche Jahr zurück. Die Statistik zeigte, dass der Verein im Berichtsjahr 55 Proben und fünf Auftritte absolviert hatte. Der Chor sei froh über den neuen Chorleiter, der für die gemeinsame Arbeit mit den Sängerinnen und Sängern gerne die lange Fahrt nach Steinbach auf sich nehme.
Hofmann erinnerte an die musikalische Umrahmung des Pfingstgottesdienstes und die Verabschiedung von Dekan Balbach, die der Chor gemeinsam mit dem Chor Euphoria gestaltete. Außerdem wirkte der Kirchenchor an einem Film über das „Rotbächle“ mit.
Beim Abschlussgrillen vor der Sommerpause verabschiedeten die Sängerinnen und Sänger die bisherige Chorleiterin Angelika Lamberger. Gemeinsam genoss der Chor das traditionelle Zwiebelkuchenessen und umrahmte den örtlichen Volkstrauertag.
Mit einem Adventssingen erfreute der Chor die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Theresa. Darüber hinaus feierten die Mitglieder gemeinsam zahlreiche runde Geburtstage und unternahmen vor Kurzem einen Ganztagesausflug in Richtung Bamberg.
Kassenbericht und Entlastung der Vorstandschaft
Ebenso positiv wie der Bericht der Schriftführerin fiel der Kassenbericht von Schatzmeisterin Silvia Schild aus. Seit 34 Jahren wacht sie äußerst zuverlässig und korrekt über die Finanzen des Chors.
Die Kassenprüfer Heiner Müller, der dieses Amt ebenfalls seit 28 Jahren ausübt, und Bernhard Fabrig bestätigten, dass alles ordnungsgemäß geführt worden war. Auf Antrag von Ortsvorsteherin Isabell Litric wurden die Kasse und die Vorstandschaft anschließend einstimmig entlastet.
Chorleiter Martin Schreiner bedankte sich für die freundliche Aufnahme und die engagierte Zusammenarbeit. Danach wurden die Sängerinnen und Sänger für ihren fleißigen Probenbesuch ausgezeichnet. Einen Gutschein erhielten jene, die zwischen null und zehn Fehltagen verzeichneten. Besonders hervorgehoben wurden die Sängerinnen und Sänger mit höchstens drei Fehltagen: Volker Banschbach, Gertrud Förtig, Rosemarie Haibt, Edeltrud Hofmann und Martin Schreiner.
Neue Vorstandschaft einstimmig gewählt
Anschließend wurde die gesamte Vorstandschaft in Rekordzeit und einstimmig neu gewählt – möglich gemacht durch eine hervorragende Vorbereitung. Die deutlich verjüngte Mannschaft steht künftig unter dem Vorsitz von Sonja Hofmann. Zweiter Vorsitzender ist Volker Banschbach.
Die Schriftführung übernehmen Tamara Laubinger und Hanna Einarson, das Amt des Schatzmeisters Alexander Farrenkopf. Als Beisitzerinnen und Beisitzer wurden Bettina und Wolfgang Farrenkopf gewählt. Kassenprüfer sind Bernhard und Manfred Fabrig.
Die neue Mannschaft unter Sonja Hofmann verabschiedete die besonders langjährig ehrenamtlich Tätigen mit Präsenten. Zugleich äußerte sie die Hoffnung, dass diese dem Chor als Sängerinnen und Sänger erhalten bleiben. Heiner Müller hatte 28 Jahre als Kassenprüfer zur Verfügung gestanden.
Silvia Schild hatte 34 Jahre lang zuverlässig die Finanzen betreut. Alois Landeck wiederum hatte den Chor 22 Jahre lang als Vorsitzender durch alle Wogen geführt. Dabei sei ihm die Mitsprache aller stets besonders wichtig gewesen. „Du hast dieses Amt immer zuverlässig und mit viel Herzblut ausgefüllt!“
Auf Antrag von Ehrenchorleiter Gerd Münch wurden Silvia Schild als Ausdruck besonderen Dankes einstimmig und unter großem Beifall zum Ehrenmitglied und Alois Landeck zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Zum Abschluss hieß der Chor den aus Indien stammenden Pater Robin mit einem Lied willkommen. Anschließend ließ die Gemeinschaft den Abend bei einem gemütlichen Beisammensein und im Zeichen des Neuanfangs ausklingen.



