(Foto: pm)
Walldürn. (pm) Besondere geologische Formationen erzählen uns spannende Geschichten über die Vergangenheit unseres Planeten. Am bundesweiten Tag des Geotops, dem dritten Sonntag im September, richtet sich der Blick auf diese Fenster in der Erdgeschichte. Für den UNESCO Global Geopark ist er Anlass, einen wertvollen Zeugen der Erdgeschichte zum Geotop des Jahres zu küren.
In diesem Jahr ist die Wahl auf den Steinbruchs Schmittshöhe bei Walldürn gefallen. Am Sonntag, den 20. September, lädt der UNESCO Global Geopark ab 14 Uhr alle Interessierten zu einer Feierstunde ein, um den Geheimnissen des ehemaligen Abbaugeländes auf die Spur zu kommen.
Auf der Schmittshöhe bei Walldürn erinnert nicht nur ein alter Muschelkalk-Steinbruch, sondern auch zwei wiederaufgebaute Kalköfen an die Zeit, als dort Branntkalk für Mörtel und Putz hergestellt wurde. Dass die Lagen des unteren Muschelkalks an der Schmittshöhe so begehrt waren, lag an ihrer tonarmen Zusammensetzung und der körnigen, teilweise löcherigen Struktur. Heute ist das ehemalige Abbaugelände ein Hotspot der Artenvielfalt und wird vom Biotopschutzverbund Walldürn gepflegt.
Da man im Steinbruch Schmittshöhe einen besonderen Einblick in die Erd-, Natur- und Menschheitsgeschichte nehmen kann, zeichnet ihn der UNESCO Global Geopark zum Geotop des Jahres 2026 aus. Damit reiht sich der Steinbruch in den Reigen der mittlerweile 25 Geotope im Geo-Naturpark, die seit 2002 dieses Prädikat erhielten.
Im Anschluss an die Feierstunde mit Grußworten, Erläuterungen und einer Reise in die Erdgeschichte laden der UNESCO Global Geopark und der Biotopschutzverbund Walldürn zu einer Exkursion durch das Steinbruchgelände ein.
Die Teilnahme an der Auszeichnung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Parkmöglichkeiten gibt es auf der rechten Seite der Straße vor der Auffahrt zum Steinbruch. Weitere Informationen zur Anreise finden sich auf der Webseite des Geo-Naturparks unter: www.geo-naturpark.de/sonderaktionen