Prädikat Geopark contra Windmühlen

Schutzgemeinschaft Odenwald befürchtet Prädikatsverlust durch Windparks

Odenwald. (pm) „Das UNESCO-Prädikat „Global Geopark“ steht der Errichtung von Windkraftanlagen (WKA) klar entgegen“, hat die Schutzgemeinschaft Odenwald (SGO) erneut hervorgehoben. Dass es sich bei dem Geopark nicht um ein „Schutzgebiet“ handele, sei für seine Berücksichtigung als öffentlicher Belang in der Regionalplanung unerheblich, so die Windkraftgegner weiter.

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Das Ziel, das Prädikat zu bewahren, sei deshalb ein öffentlicher Belang, weil daran ein weltweites Interesse bestehe. Es handele sich, wie es der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt im Frühjahr 2016 ausgeführt habe, um eine Region, die mit einzigartigen Landschaften gesegnet sei und sich zu einem weltumspannenden Netz zählen dürfe, dem 120 Geoparks aus 33 Ländern angehörten. „Diese Wertschätzung sei, so Engelhardt seinerzeit, überwältigend. 

Die Installation des „Global Geoparks“ habe folgerichtig unter internationaler Beteiligung stattgefunden. Dass auch die regionale Prominenz, nicht zuletzt der hessische Ministerpräsident Bouffier und die Bundesministerin Prof. Maria Bäumer mitwirkten, spreche für sich. Alleine aufgrund dessen eröffne sich kein Raum für Ansinnen, das Prädikat nun „weichzuspülen“. 

Genau dies versuche das Regierungspräsidium Darmstadt, indem es behaupte, ein Geopark stünde, weil kein Schutzgebiet, der Windenergienutzung nicht entgegen. Das sei, so die SGO, aber nur ein Ablenkungsmanöver. Denn wesentlich sei, dass der Erhalt des Prädikates im ökonomischen und ökologischen Allgemeininteresse liege, das von Gesetzes wegen nicht gefährdet werden dürfe. In Dresden habe sich am Beispiel „Waldschlösschenbrücke“ gezeigt, wie schnell ein UNESCO-Prädikat wieder „kassiert“ werde, wenn die Gründe hierfür wegfielen.

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