Krankenstand im Neckar-Odenwald-Kreis gesunken

AOK Rhein-Neckar-Odenwald stellt ihren Gesundheitsbericht für das vergangene Jahr vor

(pm) Dem Südwesten geht es besser. Bundesweit zählt die AOK einen Krankenstand von 5,3 Prozent, in Baden-Württemberg liegt er bei 5 Prozent. Der Neckar-Odenwald-Kreis liegt mit 5,7 Prozent leicht darüber, allerdings ist der Krankenstand im Vergleich zum Jahr 2015 um 0,2 Prozentpunkte gesunken. Das zeigt die aktuelle Fehlzeiten-Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Den höchsten Krankenstand im Neckar-Odenwald-Kreis verzeichnete im Jahr 2016 das Baugewerbe mit 6,8 Prozent. Am wenigsten fehlten Beschäftigte in der Branche Erziehung und Unterricht mit 3,9 Prozent.

Im Durchschnitt dauert eine einzelne Krankschreibung im Neckar-Odenwald-Kreis 11,6 Kalendertage. 60,3 Prozent der Mitglieder war mindestens einmal krank geschrieben (2015: 61,2 Prozent). Im Jahr 2016 kamen auf jedes AOK-Mitglied in Betrieben im Neckar-Odenwald-Kreis 20,8 Arbeitsunfähigkeitstage, das sind im Vergleich zum Vorjahr 3,5Prozent weniger. „Die AOK – Die Gesundheitskasse Rhein-Neckar-Odenwald betreut fast 405.000 Versicherte in der Region, davon alleine über 62.000 im Neckar-Odenwald-Kreis. Damit ist die AOK die mitgliederstärkste Krankenkasse im Kreis“, betont Stefan Strobel, Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald.

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Die häufigste Ursache für das Fernbleiben vom Arbeitsplatz waren 2016 wie schon im Jahr davor Atemwegserkrankungen mit 23,6 Prozent, gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen mit 16,2 Prozent, Erkrankungen des Verdauungssystems mit 8,6 Prozent und sonstigen Verletzungen mit 7,3 Prozent.

Psychische Erkrankungen machten bei den Beschäftigten im Neckar-Odenwald-Kreis zwar nur 4,2 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle aus, waren aber für fast jeden zehnten Fehltag verantwortlich. Obwohl die Zahl der Frühberentungen insgesamt zurückgeht, hat sich diese Zahl bei Menschen mit depressiven Störungen in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt. „Das bedeutet, dass Betroffene mit depressiven Störungen oft lange ausfallen. Umso wichtiger ist es, die Menschen und auch die Unternehmen für das Thema „Psychische Gesundheit“ zu sensibilisieren“, so Stefan Strobel. Die AOK hat dafür in Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim das Präventionsprogramm „Lebe Balance“ entwickelt, das bei der Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit hilft.

Die AOK-Statistik zeigt zudem, dass Frauen und Männer im Alter zwischen 30 und 34 Jahren mit 3,4 Prozent und 4 Prozent am seltensten arbeitsunfähig sind. Am höchsten ist der Krankenstand bei beiden Geschlechtern zwischen 60 und 64 Jahren mit 10,3 Prozent (Frauen) und 10,7 Prozent (Männer).

Mit den Gesundheitsangeboten und Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützt die AOK Rhein-Neckar-Odenwald die Unternehmen in der Region dabei, die Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern. „Zudem bieten wir unseren Versicherten zahlreiche Kurse aus den Bereichen Bewegung, Entspannung und Ernährung an“, so Geschäftsführer Strobel.

Individuelle Beratung gibt es direkt in den Kunden-Centern Buchen, Mosbach, Osterburken und Walldürn oder unter www.aok-bw.de/rhein-neckar-odenwald

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