„Windkraft und die hässliche Fratze des Geldes“

Dramatische Entwicklungen am Stillfüssel bei Siedelsbrunn/Wald-Michelbach

(pm) Seit 06. April wird am Stillfüssel bei Siedelsbrunn/Wald-Michelbach während der Brut- und Setzzeit gerodet, obwohl Punkt 12.7 des Genehmigungsbescheides für den „Windpark“ eindeutig festlegt, dass die Rodung und der Rückschnitt von Gehölzen in der Zeit vom 30. September bis zum 1. März durchzuführen sei, beklagen die Windkraftgegner von der Initiative Vernunftkraft Odenwald.

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Aus diesem Grund demonstrierten einige Mitstreiter der Bi Siedelsbrunn/Ulfenbachtal am Mittwoch und Donnerstag auf dem Stillfüssel und blockierten damit die Rodungsarbeiten. Am Mittwoch mit Erfolg, die Polizeieinheiten zogen wieder ab, am Donnerstag wurde die Blockade von der Polizei aufgelöst.

Offenbar habe die ENTEGA als Projektierer eine weitere Ausnahmegenehmigung vom Regierungspräsidium erhalten, kritisierten die Mitglieder von Vernunftkraft

„Es ist erschütternd, dabei zusehen zu müssen, wie eine völlig aus dem Ruder gelaufene „grüne“ Energiepolitik dazu führt, dass in diesem Land Natur- und Artenschutz missachtet werden und geltendes Recht unter Berufung auf das „Öffentliche Interesse am Ausbau Erneuerbarer Energien“ bis an die Bruchgrenze verbogen wird“, heißt es in einer Stellungnahme der Windkraftgegner.

Dazu passe die vorgesehen Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes mit den dort vorgesehenen massiven Verschlechterungen beim individuellen Tötungsverbot für geschützte Tierarten. Genau diese Verschlechterungen habe der Bundesverband Windenergie bereits im Jahr 2008 in einer Stellungnahme gefordert, fährt Vernunftkraft fort.

Vernunftkraft Odenwald e.V. hat zur Novelle des BNatSchG bereits im Dezember 2016 eine Stellungnahme abgegeben und zusätzlich eine Petition beim entsprechenden Ausschuss des Bundestages eingereicht.

Infos im Internet:

www.vernunftkraft-odenwald.de

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