Kapselendoskopie in Buchen und Mosbach

Moderne, zuverlässige und schmerzfreie internistische Untersuchung mit schluckbarem Kapsel-/Kamerasystem


Klein und einfach zu schlucken: eine Endoskopiekapsel, die das Innenleben des Darms bis ins kleinste Detail fotografiert. (Foto: Given Imaging Ltd©)

Buchen/Mosbach. (bi) Das von Chefarzt Dr. Rüdiger Mahler im Jahr 2011 am Krankenhaus Buchen eingeführte Untersuchungsverfahren der Kapselendoskopie steht nun auch für Patienten des Krankenhauses Mosbach zur Verfügung.

Nachdem Dr. Mahler im Frühjahr 2016 die Gesamtleitung der endoskopischen Untersuchungen an beiden Standorten der Neckar-Odenwald-Kliniken übernahm, setzt er auf der Grundlage seiner guten Erfahrungen mit der Kapselendoskopie in Buchen das Verfahren jetzt auch in Mosbach ein.

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Und auch für die Patienten des Krankenhauses Mosbach bedeutet die Anwendung dieses Verfahrens „… einen deutlichen Zuwachs an Sicherheit und Komfort“. So die Bewertung des erfahrenen Internisten Dr. Mahler, der die Funktionsweise und die Vorteile der Kapselendoskopie wie folgt beschreibt: „Die einfach schluckbare Minikamera in Kapselform ist ungefähr fingernagelgroß. Sie hat den entscheidenden Vorteil, bei der Passage durch Speiseröhre, Magen und Darm insbesondere die Stellen durch sehr detaillierte Fotos darstellen zu können, die von anderen Untersuchungsmethoden weniger gut zu erreichen und auszuleuchten sind.“

Mit den „schwierig einsehbaren Stellen“ ist insbesondere der Dünndarm gemeint. Die Kapsel, so erklärt Dr. Mahler weiter, ist mit einem Sender ausgestattet, der die aufgenommenen Bilder an ein kleines, externes Empfangsgerät schickt, das der Patient mit sich trägt. Die so empfangenen und gespeicherten Fotos können dann von dem behandelnden Arzt in hoher Auflösung auf geeigneten Bildschirmen geprüft und ausgewertet werden.

Darstellungen ab 0,07 mm Größe

Bei langsamer Geschwindigkeit der Kapsel, die den gleichen Weg wie verzehrte Nahrung nimmt, werden zwei Bilder pro Sekunde aufgenommen, in schnellen Passagen dagegen sechs Bilder pro Sekunde. Dies erfolgt mit einem Aufnahmewinkel bis zu 156°. Die Kapsel dreht sich während ihrer Passage um sich selbst, so dass „tote Winkel“ vermieden werden können. Das kleinste von der Kamera erkennbare und darstellbare Objekt hat derzeit eine Größe von 0,07 mm, womit diese junge Untersuchungsmethode als große Hilfe für die frühzeitige Feststellung von Tumoren und anderen Krankheiten zu bewerten ist.

Einschließlich Beleuchtung, Sendeelektronik sowie Batterien hat die Kapsel eine Abmessung von ca. 26 mm Länge und etwa 11 mm Durchmesser. Sie ist also problemlos zu schlucken und kommt zum Einsatz, wenn Blutungen im Margendarmtrakt und/oder offensichtlicher Eisenmangel nicht zweifelsfrei verortet werden können.

Auch bei chronischen Darmentzündungen, bei Verdacht auf Morbus Crohn des Dünndarms oder auch bei einem anhaltenden Reizdarmsyndrom ist eine Kapselendoskopie angezeigt. Ausgeschieden wird die Kapsel übrigens auf ganz natürlichem Weg. Die Kapselendoskopie dauert in der Regel acht Stunden (10-18 Uhr) und wird meist stationär durchgeführt.

Auch in Mosbach verfügbar

Im Krankenhaus Buchen werden durchschnittlich etwa 20 Patienten pro Jahr mit dieser Methode untersucht. Eine vergleichbare Anzahl erwartet Dr. Mahler auch beim Einsatz der Kapselendoskopie im Krankenhaus Mosbach. Patienten aus Mosbach und Umgebung müssen für eine Untersuchung übrigens nicht den Weg nach Buchen auf sich nehmen.

Da Chefarzt Dr. Mahler seit 2016 auch die Endoskopie in Mosbach betreut, ist es einfach, die endoskopischen Kapseln und das Aufzeichnungsgerät von Buchen nach Mosbach zu bringen, um den Patienten lange Wege zu sparen. In solchen Fällen kommt das Untersuchungsgerät also zum Patienten, anstatt der Patient zum Gerät.

Den großen Wert der Kapselendoskopie für alle Patienten an beiden Standorten der Neckar-Odenwald-Kliniken fasst Dr. Mahler wie folgt zusammen: „In der Dünndarmdiagnostik erleben wir mit der Kapselendoskopie einen klaren Fortschritt, der in vielen Fällen Leben retten kann und für diesen Bereich des Körpers mittlerweile von allen Untersuchungsmethoden die beste Bildgebung ermöglicht.“

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