7. Kommunale Gesundheitskonferenz in Mosbach

Symbolbild - Soziales-Senioren

Mosbach. (lra) „Auch im vergangen Jahr haben wir das Wort „Gesundheit“ wieder ganz groß und das Wort „Konferenz“ klein geschrieben. Das wollen wir künftig genauso beibehalten – also mehr projekt- und handlungsorientiert agieren und weniger konferieren“, mit diesen Worten begrüßte Landrat Dr. Achim Brötel die Teilnehmer der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Neckar-Odenwald-Kreises, die im Landratsamt in Mosbach stattfand. Bereits zum siebten Mal kamen hier Vertreter der Kreistagsfraktionen und Kommunen, der Bildungseinrichtungen, der Gesundheitseinrichtungen, der Freien Wohlfahrtspflege, der Kranken- und Pflegekassen, der Kirchen, der Sportkreise, der Ärztevertretungen, des Kreisseniorenrats sowie der Selbsthilfegruppen zusammen.

Zunächst präsentierte Sina Häffner von der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheits-konferenz in einem Tätigkeitsbericht die Projektarbeit 2017.

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So wurde 2017 fortgesetzt, was 2012 durch die kreisweite AED-Initiative angestoßen wurde: Das Thema „Erste Hilfe“ verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, die Notfallversorgung durch Laien zu verbessern sowie die AED-Infrastruktur im Kreis auszubauen. Dazu fanden in der „Woche der Wiederbelebung“ in Kooperation mit den DRK- Kreis- und Ortsverbänden, PD Dr. Harald Genzwürker, der Sparkasse Neckartal-Odenwald und der Volksbank Franken eG sowie einigen Kommunen wieder insgesamt 16 Aktionen im Neckar-Odenwald-Kreis statt.

Wieder sehr gut bei Schülern und Lehrern angekommen ist der Gesundheitstag in Osterburken, der zum fünften Mal im Rahmen der Neckar-Odenwald-Tage stattfand. Rund 160 Schüler konnten sich hier zu den Themenbereichen „Ernährung und Bewegung“ informieren und vor allem auch selbst aktiv werden. Zusammen mit der Ernährungswissenschaftlerin Hanna Bender, den Fachdiensten Gesundheitswesen und Landwirtschaft vom Landratsamt, der AOK Rhein-Neckar-Odenwald sowie dem Sportverein Osterburken wurden dazu 18 abwechslungsreiche Stationen auf die Beine gestellt.

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Mit dem Generationenkoffer „Vergiss mein nicht“ hat die Kommunale Gesundheitskonferenz in diesem Jahr einen Koffer gegen das Vergessen entwickelt. Der Koffer enthält insbesondere Beschäftigungsangebote für Demenzpatienten und steht für alle Interessierte im Landkreis, die sich zum Thema Demenz informieren möchten oder die unmittelbar mit dem Thema in Berührung stehen, zur Verfügung. Der Generationenkoffer enthält 13 verschiedene Medien, welche von und mit Demenzpatienten verwendet werden können und steht seit Juni diesen Jahres beim Mehrgenerationenhaus Mosbach und beim Mehrgenerationentreff Buchen kostenlos zum Verleih zur Verfügung.

Im Folgenden stellte die Geschäftsstelle schließlich potenzielle Projekte für das kommende Jahr vor. Einen Schwerpunkt könnte dabei neben der Fortführung der bisherigen Projekte eine Aktion zum Thema „Rauchen und die Folgen“ bilden. Im Rahmen einer Ausstellung eines begehbaren Lungenmodells kombiniert mit einer Aufklärungskampagne könnten Raucher sowie Nichtraucher zu dem Thema sensibilisiert werden.

In dem sich anschließenden Austausch wurden viele weitere Anstöße für die bereits etablierten sowie auch für die geplanten Projekte gegeben. Auf Anregung von Heiner Zimmermann vom Selbsthilfenetzwerk Neckar-Odenwald entstand außerdem eine weitere Projektidee. „Diabetes ist mittlerweile eine Volkskrankheit.

Nach wie vor fehlt es hier aber an einer guten Aufklärung, vor allem wenn es um die unterschiedlichen Typen der Krankheit geht“, so Zimmermann. Im Rahmen der Kommunalen Gesundheitskonferenz könnte diesem Problem erfolgreich entgegengewirkt und ein wegweisendes Projekt zum Thema Diabetes initiiert werden. Hierüber waren sich alle Mitglieder einig.

Abschließend bedankte sich Landrat Dr. Brötel bei allen Kooperationspartnern und rief die Mitglieder der Konferenz dazu auf, auch weiterhin in Kontakt mit der Geschäftsstelle zu bleiben: „Wir sind immer dankbar für Ideen und Anregungen, aus denen vielleicht künftige Projekte entstehen können.“

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